Sarajevo retro, or The Orient in the Occident

Sarajevo ist der Ort, an dem nach dem übereinstimmenden Zeugnis mehrerer, auch mehrerer Sarajever Autoren der Orient beginnt. Was ist uns dieser Orient? Assoziieren wir mit dem Wort direkt eine verfeinerte Lebensart voll würziger Gerüche, kreisender Bauchnabel und Henker, die Delinquenten mit Seidenbändern ins Jenseits befördern, eine Mischung aus Sinnenfreude, religiöser Unerbittlichkeit und Grausamkeit? Sehen wir im Orient eine Art unzeitgemäße Gegenwart? Oder gar eine Art überwundene Vorvergangenheit?

Wenn Sarajevo die erste orientalische Stadt ist, ist sie auch die Stadt, in der das Andere, das Fremde beginnt, denn der Orient ist gleichsam per definitionem fremd, darf aber wiederum nicht so fremd sein, dass wir ihn nicht goutieren könnten. Oft dient er uns als Folie, vor der wir das Eigene erkennen und auf die wir unsere Wünsche projizieren, oft lassen wir uns von ihm auch zur Mythen- oder Legendenbildung bis hin zur Tatsachenklitterung verleiten. Denn er versetzt uns, ist die Dosis nur hoch genug, in Furcht und Schrecken.

Dazu ein Beispiel. Rebecca West hat zwischen 1936 und 1938 drei Mal Jugoslawien bereist und darüber ein Buch verfasst, einen dicken Wälzer mit dem Titel Black Lamb and Grey Falcon. Acht Kapitel widmet sie Sarajevo, rund neunzig Seiten zwischen Faszination und Irritation. Ein roter Fes über blauen Augen, blondes Haar, das ein Windstoß unter einem Schleier hervorzerrt: Wie auf einem nicht enden wollenden Maskenball fühlte sich die Britin, die “stille Sinnlichkeit” muslimischen Ursprungs erinnerte sie an die Defizite ihrer puritanischen Erziehung, und gleichzeitig verrät ihre Beschreibung eines Staatsbesuchs Angst: “Gebannt, behext, vergiftet von einer alten Loyalität, bereit für die Vergiftung durch einen alten Hass” seien die Menschen, die – mit karmesinfarbenen Filzkappen oder schwarz verhüllt – entlang der Straße zum Bahnhof still im Nieselregen ausharrten. Selbst den türkischen Minister (dem der Empfang galt) habe “diese monströse, rückwärtsgewandte Masse mit Fes und Schleier”[1] dazu veranlasst, die Augen fest an die Hausdächer darüber zu heften …

Orient und Okzident sind als Gegensätze konzipiert; das Pärchen schleppt – und in der deutschen Tradition trägt es schwerer daran als in anderen westlichen Staaten – eine fast zweitausendjährige Geschichte mit sich. Wie sein Pendant Morgenland/Abendland ist es außerhalb seiner historisch gewachsenen Kulturgeografie (die stets politische Ansprüche impliziert) unverständlich.

Orient, verkürzt aus der “aufgehenden Sonne”, so hieß in der Spätantike die Diözese, deren Gebiet unmittelbar nach der arabischen Halbinsel, also sehr früh, islamisch wurde.[2] Der Begriff hat von daher mehrere Referenzpunkte, meist verweist er auf die semitischen Kulturen, auf Islam und Judentum, aber auch auf das Zweistromland und Persien, die Osmanen und das levantinische[3] Christentum. Der parallele Begriff Morgenland[4] hat Patina angesetzt, er versetzt uns ins 18. Jahrhundert, eine Zeit, in der die reale Bedrohung durch Araber und Türken für den Westen Europas gebannt, der kriegerisch-missionarische Elan des Islam erlahmt und das Osmanische Reich an den südöstlichen Rand des Kontinents abgedrängt war. Man konnte sich – Paradebeispiel Lessing – den Luxus geistiger Auseinandersetzung mit und gelassener Toleranz gegenüber Andersdenkenden erlauben sowie – dito Mozart – das Exotische genießen.

Dem Eintrag Abendland widmet der große Brockhaus vier Spalten.[5] Danach entstand das Gegensatzpaar in der Antike als politischer Begriff: Der despotische Osten gegen den freien Westen, damals schon.[6] Im Frühmittelalter – Karl der Große ließ sich als Kaiser krönen und düpierte damit Ostrom – hatte sich mit dem Frankenreich eine neue imperiale Macht etabliert, die sich von Süden her mit den Anhängern Mohammeds konfrontiert sah. Auch die hochmittelalterliche, vom Papsttum getragene Abendlandsidee richtete sich sowohl gegen Orthodoxe als auch gegen Muslime, bis sie nach dem Fall von Konstantinopel säkularisiert und kulturell-missionarisch überformt wurde: Das passte besser zur Eroberung der Neuen Welt und von Kolonien sowie zur Entwicklung von Nationalstaaten.[7] Dieser Abendlandsbegriff setzt, nebenbei bemerkt, das christliche Geschichtsverständnis und den daraus hervorgegangenen Fortschrittsglauben voraus, ohne den das Ethos von wissenschaftlicher Betrachtungsweise, Aufklärung, Sozialismus und Kommunismus in sich zusammenbräche und ohne den der Expansionsdrang unserer Kultur keine ideelle Rechtfertigung gehabt hätte.

Der Orient ist ein folkloristisch verbrämter Kampfbegriff, ein Begriff der Abgrenzung und – im innereuropäischen Kontext – der Ausgrenzung, der Orient gilt als Dämon, der ausgetrieben werden muss. Das europäische Überlegenheitsgefühl brauchte die orientalische “Rückständigkeit” (braucht den islamistischen Terror?), um sich davon abzuheben und eine Identität auszubilden.[8] Die Folgen für den Orient, der seit Jahrhunderten auf europäischem Boden heimisch ist, waren fürchterlich, und das nicht nur für Sarajevo und Bosnien-Herzegowina.[9] Auch infolge sprachlich hochstilisierter Unterschiede, mit denen die Sozialistische Förderation Jugoslawien vordergründig den Muslimen Rechte einräumte, faktisch jedoch Gräben schuf – Schützengräben.

“Erst jetzt, peinlich genug, begreife ich, dass ich mit eigenen Augen sehe, was man den Schnittpunkt europäischer Kulturen, die Grenze zwischen Morgen- und Abendland, den Vielvölkerstaat nennt. ‘Plopp’ macht es, als die Wirklichkeit andockt an die Begriffe.”[10] Das notiert Juli Zeh in Sarajevo 2001 während ihrer Reise durch Bosnien. Allerdings, was immer da Plopp gemacht hat – die Wirklichkeit war es nicht. Denn erstens sind Morgen- und Abendland, wie oben gezeigt, geistige Konstrukte mit eher vagem Realitätsgehalt. Zweitens aber, und dieser Punkt ist wichtiger: Wie viele Völker sollen denn in Sarajevo gewohnt haben? Den offiziellen Volkszählungen im ehemaligen Jugoslawien nach müsste man von im Wesentlichen drei narodi ausgehen: Serben, Kroaten, Muslime. Die Hauptkriterien für ein Volk beziehungsweise eine Nation sind gemeinsame Herkunft und gemeinsame Sprache.[11] Serben, Kroaten und die späteren Muslime sind im siebten Jahrhundert unserer Zeitrechnung auf die westliche Balkanhalbinsel eingewandert (zugegeben in zwei Stämmen) und verstehen sich, wenn sie in der Sprache miteinander sprechen, die sie der Einfachheit halber die “ihrige” nennen (und deren Geschichte zugegeben kompliziert genug ist, um den Nationalisten unter den Sprachnutzern reichlich Material für die These zu liefern, es seien zwei völlig verschiedene Sprachen). Welcher Wirklichkeit folgen wir, wenn wir der offiziellen jugoslawischen Sprachregelung folgen und von drei Völkern reden?

Für die Bevölkerungsgruppe der Muslime ergab sich verschärfend die Bizarrerie, dass sie selbst dann Muslime hießen, wenn sie nicht religiös waren oder ihre Religion kaum praktizierten. Serben und Kroaten definieren sich ebenfalls über die Kirchenzugehörigkeit – und nur darüber! – beziehungsweise die Kirchenzugehörigkeit ihrer Eltern und Großeltern, wurden aber nicht Orthodoxe oder Katholiken genannt. Dieses Ungleichgewicht in der “Volksbezeichnung” bedeutete eine Ausgrenzung, die umso schwerer wog, als sie in einem offiziell atheistischen Staat geschah. Zudem wurde so ein nicht vorhandener Internationalismus suggeriert, denn die Muslime orientieren sich nicht stärker an Mekka und Istanbul als die Serben an den Patriarchen von Moskau und Konstantinopel oder die Kroaten am Papst in Rom. Heute bezeichnen sich die bisherigen Muslime als bosnjaci, Bosniaken, im Unterschied zu den Bosniern, bei denen die in Bosnien ansässigen Kroaten und Serben mitgemeint sind.

War “Muslim” die offizielle Sprachregelung, hieß und heißt die pejorativ-umgangssprachliche Variante “Türke”. Trotzig identifiziert sich ein Teil der so Beschimpften damit. “Die Bosniaken”, so Emir Imamovic in einem Essay über Fußballspiele, “haben in ihrer Not, wie sie sich politisch definieren sollten, eine an der Grenze zur Schizophrenie liegende Möglichkeit gewählt. Sie beschwören die Gemeinsamkeiten in Bosnien-Herzegowina und schleppen gleichzeitig die Flagge der Türkei mit ins Stadion, berufen sich also auf die Verbindung zum Osmanischen Reich, mit dem der Islam nach Bosnien kam, und sehen in der heutigen modernen türkischen Republik das, was die bosnischen Kroaten in Kroatien und die bosnischen Serben in Serbien sehen – das Mutterland!”[12]

Die als Türken beschimpften Muslime mussten zuletzt 1992 bis 1995 unter anderem für die zeitweilige Überlegenheit ihrer Vorfahren teuer bezahlen: Immer wieder ließen die Osmanen Aufstände der Serben von Bosniaken niederschlagen. Andererseits hat die Pforte mit ebenso unschöner Regelmäßigkeit die einheimische Elite, die muslimischen Begs und Agas, einen Kopf kürzer gemacht, sonst wären ihr deren Herrschaftsansprüche über den Kopf gewachsen. Die armen muslimischen Bauern – die Ostfriesen in bosnischen Witzen – schlossen sich ihrerseits eher mit der andersgläubigen, aber ebenso geknechteten Landbevölkerung gegen die muslimischen Herren zusammen. Die Fronten verliefen nicht immer entlang der angeblichen Sollbruchstelle des Glaubens, und die historischen Verhältnisse sind eine Gemengelage, bei der die zuverlässig rekonstruierbaren Fakten von Mythen und Interessen überschrieben werden. Nicht einmal die berühmte Schlacht auf dem Amselfeld am Veitstag[13] 1389 war tatsächlich die definitive Niederlage, die serbischen Herrscher bekamen bis ins 15. Jahrhundert hinein noch mehrmals die Oberhand.

Es ist jedenfalls eine (von dem einen oder anderen Historiker selbstredend bestrittene) Tatsache, dass die bosnischen Muslime weder aus eingewanderten Türken noch aus den schon vor der Eroberung durch die Römer hier siedelnden Illyrern hervorgingen (also einen ethnisch anderen Ursprung hätten),[14] sondern der Teil der slawischen Bevölkerung sind, der zum Islam übertrat. Motiviert war die Konversion sicher nicht nur von den Vorteilen[15], die der rechte Glaube im islamischen Staat hatte, sondern auch von der Überzeugungs- und Anziehungskraft des Islam.

Gleichwohl werden die bosnischen Muslime ihrem europäischen Ursprung zum Trotz als Fremde wahrgenommen, anders sind weder die Ambivalenz in dem Bericht von Rebecca West noch die Feindbilder des letzten Krieges zu erklären, und ohne die kommunistische Vergangenheit Jugoslawiens würden sie wahrscheinlich auch uns, die wir die vielen Menschen mit Nachnamen auf -ic nicht so gut auseinander halten können, den Eindruck vermitteln, sie gehörten nicht hierher. Denn die Kommunisten haben den Schleier verboten,[16] eine einschneidende Maßnahme, deren Wirkung von mehreren Autoren thematisiert wird – je nach Blickwinkel als traumatische Erfahrung[17] oder das Beste, was die Kommunisten für die Frauen bewirkt haben.[18] Aber es war nicht genug.

Der Orient ist kein reales Gebilde, sondern ein Bild. Weil die bosnischen Muslime dem Orient zugerechnet werden, bekommen sie keinen Stuhl an den europäischen Tisch gestellt. Sie sitzen zwischen allen Stühlen. Denn Bilder, die wir ungeprüft in uns tragen, wirken auch dann, wenn wir es nicht wollen. Unsere Welt wird durch sie strukturiert, und wenn wir uns ihnen gegenüber nicht ein gehöriges Misstrauen angewöhnen, schieben sie unser Denken schnell auf ein Gleis, auf dem wir es bei sorgfältiger Analyse eigentlich nicht haben wollten. Es verlangt Zeit und Mühe, das Fremde nicht nur als etwas Exotisches zu konsumieren, sondern sich in seine Realität hineinzudenken.

Sarajevo ist der Ort, an dem nach dem übereinstimmenden Zeugnis mehrerer, auch mehrerer Sarajever Autoren der Orient beginnt. Vielleicht kann uns dieser Ort heute – kurz nach dem letzten Krieg – helfen, den Orient endlich als Teil unserer Identität wahrzunehmen.[19] Vielleicht lässt sich an dieser Stadt, die wie eingezwängt zwischen Bergen im Talkessel liegt, Offenheit üben, genauer: Zurückhaltung bei Zuordnungen und Meinungen, Aushalten von Ambivalenz. Vielleicht wenigstens Vorsicht im Umgang mit so schönen Bildern wie dem Orient. Bestimmt aber lohnt die Beschäftigung mit der Literatur, der Kunst, der Musik aus Sarajevo, schließlich lebt die Stadt seit ihrer Gründung mit den Spannungen zwischen Morgen- und Abendland, manchmal geradezu verdammt zum Blick zurück, manchmal wie verurteilt zu einem perspektivlosen Hedonismus[20] und manchmal gelähmt von inneren Widersprüchen. Aber wenn Sarajevo schon einen hohen Preis dafür bezahlt hat, den Orient in unserem Abendland zu vertreten, dann sind wir der Stadt schuldig, die islamischen Anteile ihrer Vergangenheit weder zu folklorisieren noch zu dämonisieren. Sondern ernst- und anzunehmen.

 

Referenzen:

[1] Rebecca West: Black Lamb and Grey Falcon, London 1941, S. 297; 298f.; 316f.

[2] Vgl. Brockhaus Enzyklopädie in 24 Bänden, Mannheim 1991, Bd. 16, S. 266f.

[3] Wobei Levante die italienische Entsprechung zu Orient ist.

[4] “Es ist sechs Uhr früh, ich bin im Morgenland”, schreibt Juli Zeh wunderbar pointiert über ihre Ankunft in Sarajevo; Die Stille ist ein Geräusch. Eine Fahrt durch Bosnien, Frankfurt/Main 2002, S. 60.

[5] Das Stichwort Morgenland fehlt; umgekehrt sind dem Orient zwei Spalten, dem Okzident hingegen nur ein knapper Verweis (veraltet für Westen, geistesgeschichtlich Pendant zum Abendland) gewidmet. Geläufig sind also Orient/Abendland, es sei denn, man stellt die Begriffe einander direkt gegenüber. Im angelsächsischen Raum spricht man eher von east und west, der ideengeschichtliche Überbau belastet den Gebrauch der Worte dort offenbar weniger stark.

[6] Vgl. Brockhaus, a.a.O. 1986, Bd. 1, S. 31f.

[7] Vgl. ebenda.

[8] Vgl. dazu etwa Edward W. Saids Buch Orientalism.

[9] Denn natürlich gibt es nicht nur in Bosnien europäische Muslime.

[10] Juli Zeh: Die Stille ist ein Geräusch, a.a.O., S. 67.

[11] Das gilt jedenfalls, wenn man Volk im Sinn von Ethnie versteht, wie in dem unsäglichen Begriff der “ethnischen Säuberung” ja impliziert. Zum Begriff der Ethnie gehört die sprachliche, kulturelle, historische und genetische Einheit, vgl. z.B. den 24-bändigen Brockhaus (1988, Bd. 6, S. 603 und 1994, Bd. 23, S. 405) oder die entsprechenden Einträge in Johann Christoph Adelung: Grammatisch-kritisches Wörterbuch der hochdeutschen Mundart (1793-1801).

[12] Emir Imamovic: “Der Name des Spiels: Krieg”, in: Klingan/Kappert (Hg.): Sprung in die Stadt, Köln 2006, S. 284.

[13] Allein für diesen Vidovdan habe ich in der Literatur bei flüchtigem Durchblättern drei Daten gefunden: den 13., 15. und 28. Juni. Der 13. wird ein Druckfehler sein, der 15. stimmt nach gregorianischem Kalender, die serbischen Feier- und Gedenktage folgen aber dem julianischen Kalender, so dass alles um rund 14 Tage verschoben ist, in Serbien stimmt also der 28. Juni.

[14] Und selbst wenn es so wäre – ein paar hundert Jahre sollten wohl ausreichen, um ihnen ein Bleibe- und Heimatrecht einzuräumen …

[15] Die raja, also die Angehörigen der nicht islamischen, aber monotheistischen Religionen, konnten ihren Glauben weitgehend unbehelligt ausüben, sie kamen allerdings nicht in bestimmte höhere Positionen und mussten eine Kopfsteuer zahlen.

[16] Das hatte wohl einen pragmatischen Grund und geschah nicht, um die Säkularisierung der Gesellschaft voranzutreiben (der Fes wurde anders als in der Türkei nicht verboten): “Die Tschetniks haben sich nach dem Krieg oft als Frauen verkleidet und so versteckt”, Gerhard Neweklowsky: Die bosnisch-herzegowinischen Muslime, Klagenfurt/Salzburg 1996, S. 107.

[17] Vgl. z.B. Dzevad Karahasan: Berichte aus der dunklen Welt, Frankfurt/Main 2007, S. 37f.

[18] Vgl. z.B. Safeta Obhodas: Scheherezade im Winterland, Ratingen 1998, S. 18f., 172.

[19] Die europäische Kultur ist schließlich undenkbar ohne die arabischen Zahlen, die Texte von Aristoteles, die über den arabischen Raum wieder zu uns kamen und sonst verloren wären, die Medizin als Universitätsfach … Edward W. Said schreibt in Orientalism völlig zu Recht: “The Orient is an integral part of European material civilization and culture.”

[20] Vgl. Dzevad Karahasan: Berichte aus der dunklen Welt, a.a.O., z.B. S. 121.

 

Published 11 September 2007
Original in German
First published by Wespennest 148 (2007)

© Brigitte Döbert / Wespennest / Eurozine

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