Volodymyr Kulyk

is a Leading Research Fellow at the Institute of Political and Ethnic Studies at the National Academy of Sciences of Ukraine in Kyiv, and Petro Jacyk Distinguished Research Fellow in Ukrainian Studies at the Harvard Ukrainian Research Institute. He is a member of the editorial boards of Ukrainian Eurozine partner journal Krytyka and International Journal of the Sociology of Language, which is published in Germany.

Articles

Einheit und Identität

Language policy after the Maidan

In einem multinationalen Land wie der Ukraine ist die Sprachenfrage ein sensibles Thema. Schnell wird Sprache zum Politikum. Das zeigte der falsche und dumme Schritt, kurz nach dem Sturz Viktor Janukovycs das Sprachengesetz von 2012 aufheben und den Status des Russischen abwerten zu wollen, weil er Wasser auf die Mühlen der Gegner des Majdan war. Die Ukraine braucht eine neue Sprachenpolitik. Ausgangspunkt müssen die Menschenrechte sein. Eine positive Einstellung zur sprachlichen Vielfalt und zur besonderen Rolle des Ukrainischen als Symbol der nationalen Unabhängigkeit sollte Kernelement der Sprachenpolitik sein. Es gilt, die russischsprachigen Bürger ihrem Land nicht zu entfremden und gleichzeitig Bedingungen für eine bessere Beherrschung und breitere Verwendung des Ukrainischen zu schaffen.

Of course radical nationalists do not share the original goal of the Euromaiden protests: bringing Ukraine closer to the EU. But neither do their slogans and attacks invalidate the protests’ value as a manifestation of the democratic aspirations of the Ukrainian people, writes Volodymyr Kulyk.

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