Stefan Troebst

is professor of eastern central European cultural studies at the University of Leipzig and vice-director of the Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas [Centre for the History and Culture of Central and Eastern Europe] (GWZO), also in Leipzig.

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In den letzten Jahren beansprucht Moskau zunehmend die Deutungshoheit über den Zweiten Weltkrieg und seine Folgen. Putins jüngste Versuche, den Hitler-Stalin-Pakt zu rehabilitieren, sind ein weitere Schritt in dieser Richtung. Vor dem Hintergrund der Annexion der Krim und der Destabilisierung der östlichen Ukraine mittels verdeckter Operationen und hybrider Kriegsführung sind die Befürchtungen in der Ukraine, aber auch in den baltischen Staaten verständlich, dass Moskau gegenwärtig an die in den späten 1930er Jahre angeblich gängige diplomatische und völkerrechtliche Praxis anknüpft, Einflusssphären auf Kosten staatlicher Souveränität zu definieren.

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