Altes Europa

A look ahead to the twenty-first century

25 April 2007
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Ein Blick ins 21. Jahrhundert

Wie wir morgen leben werden, weiß niemand ganz genau. Wirtschaftsprognosen für das Jahr 2050 sind unseriös, weil sich schon Wachstum, Zinsniveau und Arbeitslosenraten des übernächsten Jahres nicht genau vorhersehen lassen. Beim Wetter ist bereits die Entwicklung in einem Zeitraum von zwei Wochen nicht mehr vorhersagbar. Bei der Bevölkerungsentwicklung haben wir es hingegen mit einem viel langsameren Prozess zu tun, der allerdings auch mit einer gewissen Unerbittlichkeit fortschreitet.

Deshalb ist die demographische Alterung einer der für das 21. Jahrhundert am klarsten erkennbaren Trends. Die Zukunft ist in diesem Bereich gesellschaftlicher Entwicklung gut absehbar. Wir überblicken den Zeitraum der nächsten 45-50 Jahre. Für die Jüngeren ist das zugleich ein Großteil ihrer Lebensspanne. So sind zum Beispiel die Schulkinder des Jahres 2012, die Arbeitskräfte des Jahres 2025 sowie die Rentnerinnen und Rentner des Jahres 2050 alle schon unter uns. Sie haben einen Namen, sie haben eine Anschrift. Man könnte ihnen heute schon den Generationenvertrag oder einen zukünftigen Arbeitsvertrag zuschicken. Zumindest beim Generationenvertrag besteht das Problem allerdings darin, dass jene, die ihn dereinst finanzieren müssen, entweder noch nicht unterschreiben dürfen oder noch gar nicht auf der Welt sind.

Im überschaubaren Zeitraum eines halben Jahrhunderts wirkt sich unser Verhalten von heute erkennbar auf die Struktur von morgen aus. Kinder, die heute nicht zur Welt kommen, fehlen morgen als Jugendliche und übermorgen als Erwachsene. 25-30 Jahre später gibt es daher weniger potentielle Eltern. Das bedeutet dann in absoluten Zahlen wieder weniger Geburten.

Globale Alterung und europäische Besonderheiten

Die demographische Alterung ist ein globaler Trend. Fast überall auf der Welt wächst die Zahl der Älteren. Hauptursache dafür ist die steigende Lebenserwartung. Europa liegt dabei – gemeinsam mit Japan – an der Spitze. Es ist somit ziemlich klar vorhersehbar, dass Europas Bevölkerung insgesamt stark altert und kaum noch wächst. Ganz anders ist die absehbare Entwicklung in angrenzenden Regionen: in Nordafrika, dem Mittleren Osten und in Zentralasien. Dort wird es auf absehbare Zeit junge und wachsende Bevölkerungen geben.

Die Mitgliedsstaaten der EU und des EWR, die europäischen GUS-Staaten und der Balkan stehen vor einem weiteren gemeinsamen Problem: In fast allen dieser Länder wird die einheimische Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter bestenfalls stagnieren, möglicherweise auch abnehmen. Dadurch werden die im Inland verfügbaren Arbeitskräfte zunehmend knapper, was mit der Zeit die Wirtschaftsleistung und das sozialen Sicherungssystem beeinträchtigen dürfte, weil ja zugleich die Zahl der Älteren stark steigt.

2005 lebten in Europa, also im Raum der EU (damals der 25), dem Europäischen Wirtschaftsraum und der Schweiz, insgesamt 472 Millionen Menschen. Von ihnen waren 317 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter – also im Alter zwischen 15 und 65 Jahren. 227 Millionen waren tatsächlich erwerbstätig.

Für die Periode bis 2050 ist der Trend ziemlich klar: Ohne Zuwanderung würde die Bevölkerung West- und Mitteleuropas bis 2050 um 57 Millionen Personen abnehmen. Das wären dann immer noch 415 Millionen Einwohner. Wegen der niedrigen Kinderzahlen würde die einheimische Bevölkerung im Erwerbsalter um 88 Millionen Personen schrumpfen. Damit wären nur noch 229 Millionen Menschen im Haupterwerbsalter.

Allerdings sind nicht alle Jugendlichen und Erwachsenen tatsächlich erwerbstätig oder auf Arbeitsuche. Bliebe auch der Anteil der Erwerbstätigen gleich, dann würde die tatsächliche Erwerbsbevölkerung West- und Mitteleuropas bis 2050 um 66 Millionen auf bloß noch 161 Millionen Menschen schrumpfen. Diese 161 Millionen Menschen müssten dann eine entsprechende rasch wachsende ältere Bevölkerung erhalten. Denn in Mitteleuropa wird die Zahl der Älteren (65 Jahre und mehr) bis 2050 um etwa 48 Millionen Personen zunehmen. Andere Teile Europas sind von dieser Entwicklung ebenfalls betroffen. In Russland und den europäischen GUS-Staaten wird die Schrumpfung der Erwerbsbevölkerung noch rascher vor sich gehen.

Im Gegensatz dazu ist in Nordafrika, im Mittleren Osten, in der Türkei und in Zentralasien bis 2050 auf jeden Fall mit Bevölkerungswachstum zu rechnen. Zugleich werden zunehmend mehr Menschen ins erwerbsfähige Alter kommen. Allerdings sind die Beschäftigungsmöglichkeiten in diesen Weltregionen beschränkt, so dass viele Jugendliche und junge Erwachsene arbeitslos oder stark unterbeschäftigt bleiben dürften. So wird beispielsweise in Nordafrika und dem Mittleren Osten (ohne Golf-Staaten) die Gruppe der 15- bis 65-Jährigen von heute 195 Millionen Personen bis 2015 auf knapp 290 Millionen Menschen wachsen. 2050 dürfte es dort 365 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter geben. In der Türkei und Zentralasien ist der Zuwachs relativ und absolut geringer.

Die aktuelle Situation Europas

Unter den 472 Millionen Einwohnern West- und Mitteleuropa waren im Jahr 2005 rund 42 Millionen Zuwanderer, also Menschen, deren Geburtsort in einem anderen europäischen Land oder in Übersee lag. Die Einwohnerzahl West- und Mitteleuropas wuchs im frühen 21. Jahrhundert um etwa 2 Millionen Einwohner pro Jahr. Rund 85 Prozent des Zuwachses erklärten sich durch Zuwanderung aus Staaten von außerhalb der EU. Im Gegensatz dazu schrumpfte die Bevölkerung in etlichen Staaten des Balkans und in allen europäischen Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion.

Wachsende einheimische Bevölkerungen haben Irland und einige Länder mit hohem moslemischem Bevölkerungsanteil. Dazu gehören Albanien, Mazedonien und die Türkei; schließlich der möglicherweise bald unabhängige Kosovo. In einer anderen Gruppe von Ländern, insbesondere in Frankreich und in Skandinavien, wird die Zahl einheimischer Einwohner gleich bleiben. Weite Teile Mittel- und Südeuropas blicken hingegen in eine Zukunft, in der die einheimischen Bevölkerungen deutlich zurückgehen werden. Noch dramatischer als in West- und Mitteleuropa ist die zu erwartende Entwicklung in Russland. 2005 hatte Russland noch rund 148 Millionen Einwohner. Darunter waren etwa 15 Millionen Zuwanderer. Ohne massive weitere Zuwanderung würde dieses Land Mitte des 21. Jahrhunderts nur noch etwa 100 Millionen Einwohner haben.

Durch die Schrumpfung der Bevölkerung, insbesondere der Erwerbsbevölkerung, entsteht über kurz oder lang eine Konkurrenzsituation zwischen den Ländern Europas. Denn die Frage, wer in Zukunft die erforderliche Arbeit leistet und wo die Arbeitskräfte herkommen werden, stellt sich für Russland genauso wie für die Tschechische Republik, für Ungarn, Italien, Deutschland oder Österreich.

Die demographische Entwicklung ist gut beschreibbar und auch gut vorherzusehen. Es gibt jedoch – wie die Geschichte der letzten 100 Jahre zeigt – ein begrenztes Potential an dramatischen Abweichungen von der erwarteten Entwicklung. Für massive Bevölkerungsrückgänge sorgte in diesem Zeitraum dreierlei: Kriege, Grippeepidemien sowie Massenvertreibungen und Genozide. Aus heutiger Sicht hätte auf regionaler und nationaler Ebene auch eine Reaktorkatastrophe, bei der größere Mengen radioaktiven Materials freigesetzt werden, vergleichbar katastrophale Folgen für die betroffene Bevölkerung. Gleiches gilt für tödlich verlaufende Viruserkrankungen, die von Mensch zu Mensch übertragen werden und gegen deren Erreger wir keine medizinischen Mittel haben. Beispiele dafür wären das Ebola-Virus und der Erreger der Vogelgrippe.

Demographische Alterung und längere Lebenserwartung

Die demographische Alterung ist kein biologischer Prozess. Der biologischen Alterung unterliegen Lebewesen, also wir selbst. Aber wir würden auch in einer sich verjüngenden Gesellschaft alt werden. Dabei gilt: In der gesamten Menschheitsgeschichte gab es immer deutlich mehr Junge als Alte. Im 19. Jahrhundert betrug der Anteil der Bevölkerung unter 20 Jahren an der Gesamtbevölkerung fast 50 Prozent. Die über 65-Jährigen waren in der Vergangenheit eine kleine Minderheit. Diese Situation finden wir heute noch in etlichen Entwicklungsländern. Wir hingegen stehen an der Schwelle zu einer Gesellschaft, in der es zum ersten Mal mehr Alte als Junge geben wird. In Europa wird das für den Rest unseres Lebens so bleiben. Es ist kein Prozess absehbar, der das in irgendeiner Art und Weise revidieren könnte. Selbst Einwanderer können daran nur wenig ändern, weil sie in der Regel erst als – meist jüngere – Erwachsene zu uns kommen und hier genauso altern wie die Einheimischen.

Demographische Alterung hat zwei Ursachen, die nichts miteinander zu tun haben. Die erste Ursache ist für uns sehr positiv: Wir gehören zur langlebigsten Generation in der Geschichte der Menschheit. Noch keine Generation vor uns hatte eine so hohe Lebenserwartung. Und es kommt noch besser: Ein Ende dieser Entwicklung ist derzeit noch nicht in Sicht. So steigt die Lebenserwartung statistisch weiterhin um etwa zwei bis drei Monate pro Jahr. Da die Säuglings- und Kindersterblichkeit inzwischen sehr gering ist, handelt es sich dabei im Wesentlichen um einen Gewinn an Lebenserwartung jenseits des 50. Lebensjahres.

Insgesamt verdoppelte sich in Europa die Lebenserwartung im 20. Jahrhundert. Noch im späten 19. Jahrhundert war das Sterben in früherem Alter keine Ausnahme: Viele verstarben als Kinder und Jugendliche, etliche als (aus heutiger Sicht) junge Erwachsene. Man denke dabei an Mozart, Büchner, Schiller oder Schubert. Heute können wir davon ausgehen, dass die allermeisten Menschen, die das 5. Lebensjahr erreichen, auch 65 Jahre alt werden, viele sogar 70, 80 oder 90. Für unsere Lebensplanung ist es ganz entscheidend, dass wir nicht mehr täglich mit dem Tod rechnen müssen. Wenn daher heute jemand im Alter von 45 Jahren an Krebs, bei einem Verkehrsunfall oder durch Selbstmord stirbt, erscheint uns das inzwischen als Sterben “vor der Zeit”. Das ist ein historisch sehr junges Phänomen.

Bis ins 19. Jahrhundert gab es dieses “Sterben vor der Zeit” nicht. Denn Sterben war in jedem Lebensalter an der Tagesordnung. Es gehörte zum Alltag, weil bis ins frühe 20. Jahrhundert viele Infektionskrankheiten tödlich verliefen. In weniger entwickelten Teilen der Welt spielen solche Krankheiten bis heute eine wesentliche Rolle. In Europa haben wir infektiöse Erkrankungen inzwischen weitgehend “im Griff”. Wir sterben stattdessen an so genannten Zivilisationskrankheiten. Dazu gehören vor allem Herz-Kreislauferkrankungen, insbesondere Herzinfarkte, sowie Krebs. Es ist uns in den letzten 20 Jahren gelungen, auch diese Krankheiten zurückzudrängen. Ein Herzinfarkt bedeutet heute nicht mehr das Lebensende. Deutlich mehr als die Hälfte aller Betroffenen überleben ihren ersten Herzinfarkt. Auch bei Krebs gibt es bessere Früherkennung und Erfolg versprechende Therapien.

Weil wir auf dem Gebiet von Früherkennung und Behandlung von Zivilisationskrankheiten erfolgreich sind, gehen wir in eine Zukunft, wo andere Krankheiten dominieren werden: z.B. Altersdemenz, Parkinson, Alzheimer, Altersdiabetes oder auch Inkontinenz. All das sind Erkrankungen, die unsere Lebensqualität beeinträchtigen, an denen man aber nicht stirbt – zumindest nicht sofort. Die gewonnen Jahre bedeuten daher nicht nur einen Zuwachs an Lebenszeit, sondern sie fordern auch ihren Preis in Gestalt einer Verlängerung chronisch degenerativer Prozesse, durch die wir früher oder später zu Pflegefällen werden.

Im Laufe des 21. Jahrhunderts wird unsere Lebenserwartung wahrscheinlich um weitere 20 Jahre steigern. Wenn wir das Tempo der letzten Dekaden – also ein Plus von drei Monaten pro Jahr – extrapolieren, wäre der Zugewinn sogar noch wesentlich größer. Jedenfalls bedeutet dies, dass ein Kind, das derzeit auf die Welt kommt, eine gute Chance hat, das 22. Jahrhundert zu erleben.

Sinkende Kinderzahlen

Demographische Alterung hat noch eine zweite Ursache; und damit verbindet sich eine eher schlechte Nachricht: Wir sind nicht nur die langlebigste Generation, welche die Menschheit bislang hervorgebracht hat, sondern leben auch in der bei weitem kinderärmsten Gesellschaft. Noch nie gab es in der Geschichte der Menschheit eine Generation, die so wenige Kinder hatte wie wir.

Unsere durchschnittliche Kinderzahl liegt in Deutschland und Österreich bei 1,4 Kindern pro Frau. In Westeuropa haben Spanien, Portugal und Griechenland noch niedrigere Kinderzahlen. In Ostmitteleuropa liegen die Kinderzahlen im Baltikum, in Ungarn und Slowenien am tiefsten. Höhere Kinderzahlen gibt es zum einen in Frankreich, Irland und Skandinavien, zum anderen in Ländern und Regionen mit größerer muslimischer Bevölkerung. Dies gilt insbesondere für Albanien, den Kosovo, Mazedonien und die Türkei, jedoch nicht für Bosnien.

Im 19. Jahrhundert lag die Kinderzahl pro Frau in Europa noch bei 4,5 Kindern. Das war immerhin nur die Hälfte dessen, was bei der damaligen Lebenserwartung biologisch möglich gewesen wäre. Dies ist ein Hinweis auf historische Formen der Geburtenkontrolle, lange vor der Einführung der Anti-Baby-Pille in den späten 1960er Jahren und der Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs Mitte der 1970er Jahre.

Mitte des 20. Jahrhunderts gab es in den 1950er und 1960er Jahren die letzte große Geburtenwelle: den so genannten Baby Boom der Nachkriegszeit. Seit etwa 1970 liegen unsere Kinderzahlen unterhalb der Schwelle von 2 Kindern pro Familie. Seither wird die Elterngeneration nicht mehr vollständig durch eine Kindergeneration ersetzt. Seit dieser Zeit baut sich ein “Defizit” an potentiellen Eltern auf. Über längere Zeit wurde dieses Defizit nicht sichtbar, weil in den letzten Dekaden die Baby Boomer-Generation Kinder bekam, es also nicht an potenziellen Eltern mangelte. Doch dies ist nun vorüber.

Veränderungen der Altersstruktur

Unsere demographische Zukunft ist stark durch Entwicklungen der Vergangenheit bestimmt. Daher lässt sich an demographischen Daten immer auch ein Stück Geschichte ablesen. Der Altersaufbau Europas entsprach vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs noch dem einer “echten” Pyramide. Heute gibt es einen solchen Altersaufbau noch in manchen Entwicklungsländern. Solche Alterspyramiden entstehen unter anderem dadurch, dass Menschen jeden Alters sterben: überwiegend an Infektionskrankheiten.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts verdient der Altersaufbau unserer europäischen Gesellschaft den Namen “Pyramide” nicht mehr. Das Gewicht hat sich von den Jüngeren zu den Älteren verschoben. An der Spitze der Altersstruktur gibt es deutlich mehr alte Frauen als alte Männer. Dies ist nicht allein auf die höhere Lebenserwartung von Frauen im Alter zurückzuführen. Ausschlaggebend sind auch die Spätfolgen des Zweiten Weltkriegs mit seiner hohen Zahl an Kriegstoten unter der männlichen Bevölkerung. In den betroffenen Ländern wie Deutschland und Österreich werden heute Finanzierungsprobleme bei den Altersrenten sowie bei der Pflege beklagt, obwohl auf Männerseite bei den vor 1928 Geborenen eine halbe Generation fehlt. Hätte es seit dem Ersten Weltkrieg nur Friedenszeiten gegeben, wären heute viel mehr alte Männer am Leben. Somit gäbe es wohl auch mehr Rentnerinnen und Rentner, deren Lebensunterhalt wir aus dem laufenden Beitrags- und Steueraufkommen zu finanzieren hätten.

Weiters zeigt die Altersverteilung zwei “stark besetzte” Jahrgänge: einerseits die kurz vor und nach 1940 Geborenen, andererseits die in den späten 1950er und 1960er Jahren Geborenen, also die Baby Boomer. Bei den Jüngeren handelt es sich schon um die von Geburtenrückgang und niedriger Kinderzahl (ihrer Eltern) geprägten Generationen.

Solange die Baby Boom-Generation Kinder bekam, gab es trotz niedriger Kinderanzahl pro Familie weiterhin etliche Geburten. Nun aber sind “schwach besetzte” Jahrgänge im Elternalter. Es ist daher völlig risikolos zu prognostizieren, dass die jährlichen Geburtenzahlen in Europa weiter zurückgehen werden. Auf den Altersaufbau unserer Gesellschaft im 21. Jahrhundert wird sich dies nachhaltig auswirken. Und die Baby Boom-Generation – also die stärksten Jahrgänge, die das 20. Jahrhundert hervorgebracht hat, wird quantitativ noch eine ganze Weile dominieren. Wenn dereinst die letzten Mitglieder der Baby Boom-Generation verstorben sind, werden geburtenstarke Jahrgänge Geschichte sein. Dann ist auch der große Altersschub in unserer Gesellschaft vorbei.

Ökonomische Auswirkungen des Alterungsprozesses

Was bedeutet demographische Alterung für die Wirtschaft? Absehbar ist jedenfalls ein Mangel an einheimischen Arbeitskräften. Denn es wird in den kommenden Jahrzehnten permanent weniger junge Menschen geben, die aus dem Bildungssystem mit frischem Wissen in das Erwerbsleben übertreten. Zugleich wächst fast unausweichlich die Gruppe der Älteren, die das Erwerbssystem verlassen und in Rente gehen. Das wird in vielen Staaten Europas mit großer Wahrscheinlichkeit zu einem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften führen. Zugleich bedeutet die skizzierte Dynamik, dass sich die Erneuerung unseres Wissens verlangsamt, soweit es innerhalb unseres staatlich finanzierten Bildungssystems entsteht und weitergegeben wird. Es gibt auch Hinweise darauf, dass demographische Alterung zu einem Sinken der Innovationsbereitschaft oder zumindest des Innovationspotentials in einer Gesellschaft führt.

Schließlich ist klar, dass demographische Alterung die sektorale Nachfrage verschiebt. Alternde Gesellschaften benötigen weniger Geburtshelferinnen und Kinderärzte, weniger Kindergärten, Schulen und Diskotheken, aber mehr Altersheime, mobile Pflegedienste und geriatrische Abteilungen in Krankenhäusern. Im Tourismus verlieren Pauschalangebote für die ganze Familie gegenüber Städte- und Kulturreisen. Alternde Gesellschaften benötigen weniger Windeln für Kinder, aber mehr Lesebrillen und dritte Zähne.

Nicht völlig klar ist aus heutiger Sicht die Auswirkung stärkerer Alterung auf den Kapitalmarkt. Manche halten diese Auswirkungen für überschaubar. Sie gehen davon aus, dass wir bei geringerer Kapitalverzinsung in Europa zukünftig in die sich erst entwickelnden – und aus Sicht der Kapitalanleger rentableren – Märkte Asiens und Lateinamerikas investieren werden. Andere gehen von einem nachhaltigen Effekt aus, sobald die Generation der Baby Boomer in den Ruhestand gehen und ihr veranlagtes Vermögen zu Geld machen wollen, um ihre Renten aufzubessern. Relativ unstrittig ist dabei eine Veränderung des Spar- und Anlageverhaltens. Alle empirischen Studien zeigen, dass Aktien alle anderen Anlageformen bei der Rentabilität bisher langfristig schlugen. Deshalb lohnt es sich für jüngere Leute, einen Teil ihrer Ersparnisse in Aktien zu veranlagen. Wer noch 50 Jahre Lebenszeit vor sich hat, kann sich darauf verlassen, dass die Rendite höher sein wird.

Wer jedoch über 50 Jahren alt ist und innerhalb der kommenden 10-15 Jahren in Rente geht, dürfte nicht in erster Linie an langfristig höheren Renditen interessiert sein, sondern die vermutete Lücke zwischen staatlich garantierter Pension und gewohntem Lebensstandard schließen wollen. Dadurch entsteht ein Interesse an Veranlagungsformen, die stabile Renditen garantieren. Deshalb dürfen wir annehmen, dass in einer alternden Gesellschaft auch das Anlageverhalten konservativer wird. Für die Baby Boom-Generation geht es zugleich um die Frage, wie sich die akkumulierten Vermögen in laufende Renteneinkommen übertragen lassen. Dazu muss ein Teil des Fonds- oder Aktienvermögens verkauft und anders angelegt werden. Hätten wir es mit einem geschlossenen System zu tun, gäbe es nur zwei Lösungen: Die jüngere Generation müsste ihre Sparquote deutlich erhöhen, oder die auf den Markt kommenden Vermögenswerte werden an Wert verlieren.

Dies lässt sich am Beispiel des Immobilienmarktes diskutieren. Wer Einkommen aus einer Vorsorgewohnung erzielen will, benötigt jemanden, der darin wohnt und Miete in entsprechender Höhe zahlt. Höhere Mieten sind kaum zu erzielen, wenn die Bevölkerung einer Region stagniert oder schrumpft. Was sich nicht vermieten lässt, werden die Besitzer zu verkaufen suchen. Sind keine entsprechenden Mieteinkünfte zu erwarten, lässt sich die Vorsorgewohnung freilich nur an eine Person verkaufen, die selber darin wohnen möchte. Je weniger Menschen in einer Region wohnen, umso geringer ist jedoch die Nachfrage nach Erstwohnsitzen. Es stellt sich daher bei der Realisierung von Immobilienvermögen in einer alternden und schrumpfenden Gesellschaft die Frage: Benötigt ein größerer Teil der jüngeren Generation, die nach mir kommt, zwei Wohnungen statt einer? Wenn nicht, gibt es ein Überangebot, das selbst vermeintlich völlig “sichere” Vorsorgewohnungen zu einer verlustbringenden Anlageform machen kann.

Das Problem lässt sich generalisieren: Was passiert, wenn eine starke Generation – in unserem Fall: die Baby Boom-Generation – abtritt und versucht, ihre Vermögenswerte an eine zahlenmäßig kleinere Generation zu übertragen? Der wahrscheinlichste Fall im geschlossenen Finanz- oder Wirtschaftssystem wäre eine Entwertung dieser Vermögenswerte. Bei gesunkenen Kapitalerträgen würde in der nächsten Generation die Verzinsung wieder stimmen, weil das Vermögen dann weniger wert ist. Europäische Anleger können allerdings rechtzeitig in noch unterentwickelte Märkte investieren, solange die Kapitalrenditen dort höher sind als bei uns.

Auf jeden Fall ist absehbar, dass eine schrumpfende Bevölkerung mehr Staatsschulden pro Kopf bedeutet. Immer weniger Erwachsene müssen dieselbe oder eine wachsende Staatsschuld “bedienen” – das heißt: Zinsen zahlen – und später tilgen, also die Rückzahlung finanzieren. Es gibt bereits deutsche Bundesländer, deren Kreditwürdigkeit von internationalen Rating-Agenturen herabgestuft wurde, weil man den in Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und dem Saarland erkennbar schrumpfenden Bevölkerungen die Bedienung der Schulden des jeweiligen Landes immer weniger zutraut. Das hat unmittelbare Konsequenzen. Das Rating bestimmt in hohem Maße den Zinssatz, sodass die Bedienung bestehender Schulden schon heute teurer wird.

Schließlich hat die demographische Alterung erhebliche Auswirkungen auf unsere sozialen Sicherungssysteme. Unter derzeitigen Arbeitsmarktbedingungen bedeutet Alterung, dass es mehr Leistungsbezieher in der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung, gleichzeitig aber weniger Beitragszahler geben wird. Es dürfte auch zu einer zusätzlichen Verteuerung im Gesundheitswesen kommen, weil wir mit den bereits skizzierten chronisch-degenerativen Erkrankungen viel länger am Leben bleiben. Zugleich beobachten wir ein Anwachsen der impliziten Staatsschuld durch die bereits garantierten Anwartschaften. Diese implizite Staatsschuld ist zwar nirgends verbucht, ergibt sich aber aus den bei gegenwärtiger Gesetzeslage noch zu erwartenden Zahlungen der Renten-, Kranken- und Pflegekassen.

Herausforderungen

Die Diagnose ist klar: Unsere Gesellschaft altert, weil die Lebenserwartung steigt. Und was uns je individuell die Chance eines längeren Lebens eröffnet, bedeutet in Summe immer mehr alte Menschen. Diese Entwicklung wird die kommenden 50 Jahre prägen. Doch wir leben nicht nur länger, sondern bekommen im Schnitt auch weniger Kinder als alle Generationen vor uns. Dadurch schrumpft die Zahl der Jüngeren. Schon müssen Volksschulen geschlossen werden. Als nächstes trifft es weiterführende Schulen. Anschließend wird die Zahl jener Jugendlichen und jungen Erwachsenen sinken, die mit frischem Wissen neu ins Berufsleben treten. Damit steht eine deutliche Alterung und mögliche Schrumpfung der Erwerbsbevölkerung bevor. Die Privatwirtschaft wird dies genauso treffen wie den öffentlichen Dienst. Zugleich verschiebt sich das Gewicht generell von den Jüngeren zu den Älteren. Die Zahl der über 60-Jährigen wird sich bis 2050 verdoppeln, jene der über 80-Jährigen sogar verdreifachen.

Die skizzierte Entwicklung stellt die Rentenversicherung vor erhebliche Finanzierungsprobleme, denn tendenziell müssen bei unserer im Umlageverfahren finanzierten Rente immer weniger jüngere Beitragszahler für immer mehr ältere Rentnerinnen und Rentner aufkommen.

Durch eine rasch wachsende Zahl alter, insbesondere hochaltriger Menschen steht auch das Gesundheitssystem vor enormen Herausforderungen. Denn die demographische Alterung bewirkt fast automatisch höhere Gesundheitsausgaben, selbst wenn die Alten von morgen gesünder sein sollten als die Alten von heute.

Insbesondere die Zurückdrängung sogenannter Zivilisationskrankheiten – insbesondere der Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen – bewirkt, dass Menschen nicht nur älter werden, sondern im Alter auch eine längere Zeit an den bereits aufgelisteten chronisch-degenerativen Erkrankungen leiden. Dadurch werden wir mehr Pflegeleistungen benötigen.

Niedrige Kinderzahlen, weniger Heiraten und steigende Scheidungsraten dünnen jene familiären Netzwerke aus, die bislang unentgeltlich Pflegeleistungen erbrachten. Wenn dies in keinen Pflegenotstand münden soll, muss an ihre Stelle professionelle Pflege treten. Damit verteuert sich die Langzeit-Pflege von chronisch Kranken. Es fragt sich, wie diese Pflege für die Alten von morgen finanziert werden soll: vor allem durch staatliches Pflegegeld – also im Umlageverfahren; oder durch stärkere Beteiligung der Pflegebedürftigen und ihrer Familien. Letzteres setzt ein ausreichendes (Pensions-)Einkommen im Alter oder eine individuelle Absicherung voraus.

Auswege aus dem Dilemma

Auf die benannten Herausforderungen gibt es eine Reihe von Antworten.

Verlängerung der Lebensarbeitszeit

Heute gibt es in Deutschland, Österreich, Italien und Griechenland, aber auch in etlichen anderen Ländern Europas vergleichsweise wenige Frauen im Alter über 55 und kaum Männer im Alter über 60 Jahren, die noch im Beruf stehen. Umso länger ist dafür der Ruhestand. Nehmen wir das Beispiel Österreichs. Das österreichische Renteneintrittsalter liegt im Schnitt bei etwa 58 Jahren. Wie in vergleichbaren Ländern Südeuropas und Ostmitteleuropas gibt es eine ganz beträchtliche Zahl von Frührentnern. Die (fernere) Lebenserwartung jener, die in Frührente gehen, liegt bei weiteren 23 Jahren für Männer bzw. weiteren 27 Jahren für Frauen. Da diese Lebenserwartung jedoch weiter steigt, haben Österreicherinnen und Österreicher bei Pensionsantritt im Jahr 2006 durchschnittlich 26 Jahre (Männer) bzw. 30 Jahre (Frauen) Rentenbezug vor sich.

Menschen so früh und für einen so langen Zeitraum aus dem Erwerbsleben ausscheiden zu lassen, wird für unsere europäischen Gesellschaften künftig zu einem Luxus, den wir uns eigentlich nicht mehr leisten sollten. Welch ein Gegensatz zu heute, wo die Verrentung zum frühest möglichen Zeitpunkt nicht bloß Personalkosten und den Arbeitsmarkt entlasten soll, sondern bei einer Mehrheit fester Bestandteil der Lebensplanung ist! Die Anhebung des Renteneintrittsalters und die Gleichstellung von Frauen mit Männern bei den Erwerbsquoten setzen allerdings einen funktionierenden Arbeitsmarkt für Ältere voraus. Davon kann heute in weiten Teilen Europas keine Rede sein. Ohne einen solchen Arbeitsmarkt für Ältere verschiebt sich das Finanzierungsproblem bei steigendem Renteneintrittsalter bloß von der Rentenversicherung zur Arbeitslosenversicherung.

Entscheidend ist, dass wir die Möglichkeit bekommen, im Berufsleben laufend frisches Wissen zu erwerben. Dies ist die wesentliche Voraussetzung, um beruflich länger tätig sein zu können. Zu überdenken sind auch alle Formen der Entlohnung, die sich vorrangig am Lebensalter und der Betriebszugehörigkeit, statt an der tatsächlich erbrachten Leistung orientieren. Denn bestehende Lohn- und Gehaltsschemata machen ältere Arbeitnehmer automatisch teurer als jüngere – unabhängig davon, ob sie produktiver sind oder nicht.

Notwendig ist auch ein Bruch mit der bisherigen Praxis, Belegschaften und Management möglichst zu verjüngen, während ältere Arbeitskräfte in Vorruhestand geschickt werden oder eine Invaliditätspension in Anspruch nehmen.

Bessere Ausschöpfung des inländischen Potenzials

Höhere Erwerbsquoten sind nicht nur bei den Älteren möglich. Hilfreich wäre es auch, wenn die Jungen ihr Studium und ihre Berufsausbildung früher abschließen könnten. Das ermöglicht einen rascheren Berufseinstieg. Zugleich sollten wir zukünftig mehr tun, um Frauen nach der Geburt von Kindern möglichst bald wieder ins Berufsleben zu integrieren. Das erfordert familiengerechtere Karriereverläufe und Arbeitszeitmodelle. Und es setzt eine flächendeckende Versorgung mit Kindergärten und Ganztagsschulen voraus.

Auswahl von Zuwanderern durch pro-aktive Migrationspolitik

Gegen das Schrumpfen der Erwerbsbevölkerung hilft schließlich die Rekrutierung qualifizierter junger Erwachsener aus dem Ausland. Voraussetzung dafür ist eine pro-aktive Migrationspolitik, aber auch ein Klima der Akzeptanz von Zuwanderern. Sonst werden jene Zuwanderer, die wir aus ökonomischen Gründen benötigen, nicht nach West- und Mitteleuropa kommen. Denn fast alle Industriegesellschaften haben ähnliche demographische Probleme. Um attraktive Migrantinnen und Migranten entsteht daher ein weltweiter Wettbewerb: nicht bloß zwischen europäischen Volkswirtschaften, sondern auch zwischen Europa, Nordamerika und Australien.

Aktive Familienpolitik

Darüber hinaus geht es darum, die Kinderzahl pro Familie nicht weiter sinken zu lassen, sondern nach Möglichkeit wieder etwas steigen zu lassen. Dazu benötigen wir eine Familienpolitik, die vor allem zweierlei im Auge hat: Frauen eine bessere Vereinbarkeit von Mutterschaft und Beruf zu ermöglichen sowie Männer durch gezielte Anreize zu ermutigen, sich bei der Betreuung und Erziehung ihrer Kinder (emotionell und zeitlich, im Scheidungsfall auch finanziell) stärker zu engagieren. Weil allerdings durch die Geburtenrückgänge der Vergangenheit die Zahl potenzieller Eltern schrumpft, dürfen wir uns von der Familienpolitik keine Erhöhung der Geburtenzahl insgesamt erwarten.

Konsumverzicht während der Aktiv-Phase oder im Pensionsalter

Die Rentenreformen der zurückliegenden Jahre bedeuten: Wir stellen den Generationen zukünftiger Rentnerinnen und Rentnern weniger staatlich garantierte Leistungen in Aussicht. Tun sie nichts, müssen sie nach Eintritt in den Ruhestand Konsumverzicht üben. Die Alternative dazu ist klar: Die Aktivgeneration der Beitragszahler kann heute höhere Beiträge im Rahmen privater Vorsorge ansparen. Dies bedeutet allerdings Konsumverzicht in der Gegenwart. Zugleich verlagert sich das Risiko: Neben die umlagefinanzierte Alterssicherung tritt eine kapitalfinanzierte Alterssicherung; später vielleicht auch eine teilweise kapitalgedeckte Krankenversicherung. Das bedeutet die Verlagerung eines Teils des Risikos vom steuerfinanzierten Staat und der beitragsfinanzierten Renten- bzw. Krankenversicherung zum Kapitalmarkt und den privaten Haushalten. Deren zukünftiger Lebensstandard wird etwas weniger von der Höhe besteuerbarer Erwerbseinkommen und stärker von der Entwicklung der Aktien-, Anleihe- und Immobilienmärkte abhängen, auf denen ihre private Altersvorsorge veranlagt ist.

In diesem Zusammenhang kommt Finanzdienstleistern eine besondere Verantwortung zu. Dies gilt insbesondere für Retailbanken, Sparkassen, Lebensversicherungen und Anbieter von Publikumsfonds. Sie werden zu zentralen Mittlern der intertemporalen Einkommensumverteilung, wenn der Sozialstaat diese Aufgabe nicht mehr vollständig erfüllen wird und die einzelnen Einkommensbezieher bzw. Sparer durch die erforderlich werdenden individuellen Anlageentscheidungen überfordert sind.

Ausblick

Die genannten Lösungen schließen einander nicht aus. Sie führen aber zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen. Höhere Sozialabgaben und/oder geringere Renten erzwingen Konsumverzicht. Die Strategie der Vollerwerbsgesellschaft zielt auf mehr Erwerbsbeteiligung von Müttern und “jungen Alten” zwischen 55 und 70 Jahren. Permanente Zuwanderung führt hingegen zu einer ethnisch und religiös viel “bunteren” Gesellschaft, als wir sie in weiten Teilen Europas bisher kannten. Die skizzierte Frauen- und Familienpolitik führt schließlich zu einer Gesellschaft, in der die Rollen und Sphären, Chancen und Belastungen zwischen den Geschlechtern besser verteilt sind.

Aus politischer Sicht gibt es allerdings ein erkennbares Dilemma. Die Alterung unserer Gesellschaft und die Konsequenzen dieser Entwicklung sind heute schon gut absehbar. Was zu tun wäre, ist ebenfalls klar. Doch viele der genannten Strategien sind nicht sonderlich populär und haben lautstarke Gegner. Das hat fatale Folgen. Die meisten von uns sehen heute nicht die alternde Gesellschaft und deren Konsequenzen als zu lösendes Problem, sondern sie halten die meisten der hier genannten Lösungen für das Problem.

Published 25 April 2007

Original in German
First published in

© Rainer Münz / Transit / Eurozine

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