Soldatinnen in der Ukraine

Aufbruch voller Widersprüche

22 August 2016
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Die Situation in der Ukraine ist kompliziert. Zwischen Krieg, Nationalismus und der Annäherung an den Westen verändern Frauen die Gesellschaft.

Im Osten nichts Neues: Das Wetter an der Front ist heiß. Im Sommer wird der Krieg immer schlimmer. Der Krieg, der in der Ukraine offiziell Anti-Terroristische-Operation oder einfach ATO genannt wird und im Frühjahr 2014 begann, als in der Donbass-Region die von Russland unterstützten Separatistengruppen die Abspaltung von der Ukraine forderten. Das Minsker Abkommen von 2015, das die Kämpfe zwischen der ukrainischen Armee und den pro-russischen Rebellen beenden sollte, hat keine Entspannung gebracht, im Gegenteil. Für ukrainische Soldat_innen hat sich die Situation sogar zugespitzt, weil viele Kommandanten bis zuletzt nicht zurückschießen lassen, wenn die Separatisten das Feuer eröffnen: Man müsse das Abkommen achten, man ist von der Hilfe des Westens abhängig. Gerade ist es sehr ruhig hier bei Popasna, in der Nähe der Stadt Slawjansk. Geschossen wird erst gegen Mitternacht, wenn die OSZE-Beobachter_innen nach Hause gehen.

Die Soldat_innen hören schlechten patriotischen ukrainischen Rock, reinigen ihre Gewehre, spielen mit dem basiseigenen Hund, rauchen. Roksovana ist die einzige Frau unter zwanzig Jungs in dieser Aufklärungsbrigade und eine von 50.000 Soldatinnen, die derzeit in der ukrainischen Armee oder in freiwilligen Bataillons dienen.

Photo: Katja Garmasch

Roksovana ist ihr Rufname, ihren echten will sie nicht nennen, auch nicht ihr Gesicht zeigen. Sie stammt von der Krim, wo ihre Familie lebt und Ärger bekommen könnte, wenn ihre Identität öffentlich wird. “Ist auch besser so”, lacht sie, “so muss ich mich nicht schminken.” Die wenigen Make-up-Utensilien stehen akkurat geordnet neben ihrem Doppelstockbett, darüber hängt ein kleiner Schutzengel aus Holz, ein Geschenk von ihrer Nichte. Sie selbst hat mit 45 keine Kinder. Eine Seltenheit in der Ukraine. Warum sie Soldatin geworden ist? Weil es ihre Bürger_innenpflicht sei. Weil sie nicht in Russland leben wolle. Nach der Annektierung der Halbinsel Krim durch Russland hat Roksovana ihren Anwaltsjob beim Wirtschaftsgericht gekündigt und zunächst als Volontärin eine Armeeeinheit versorgt. Seit sechs Monaten ist sie nun an der Front, die meiste Zeit verbringt sie in einer dunklen, schmutzigen Baracke, die sie zusammen mit den Männern teilt. Während in den westeuropäischen Ländern die – wenngleich zögerliche – Aufnahme von Soldatinnen ins Militär als “Umbruch” wahrgenommen wird, beruft man sich in der postkommunistischen Ukraine, wie auch in vielen anderen post-kommunistischen Staaten, auf ein traditionelles Frauenbild: die Frau als Bewahrerin und Schützerin der Nation. Nicht umsonst stellt das größte und berühmteste ukrainische Monument, “Mutter Heimat” in Kiew, eine Frau dar, die Schwert und Schild gen Himmel streckt.

Hier an der Front trifft man auf die unterschiedlichsten Soldatinnen: Solche wie Roksovana, die nicht zuhause bleiben wollen. Solche, die ihren Männern folgen, aber alle drei Wochen nach Hause fahren, um ihre Shellac-Maniküre zu erneuern. Solche, die Geld brauchen, weil sie alleinerziehend sind und keine Arbeit finden. Es gibt auch solche, die einfach nur Krieg spielen wollen – “asozialer Abschaum”, wie Roksovana sagt. Und solche, die hoffen, in der Armee den richtigen Mann zu finden, einen, der Geld verdient, denn davon gibt es in der Ukraine gerade nicht besonders viele.

Anders als bei den freiwilligen Bataillons kommen in der regulären Armee nicht alle in eine Kampfposition. Eine Soldatin wird von der Abteilung ausgesucht, je nachdem, welche Fähigkeiten sie mitbringt oder welche Spezialisierung sie hat. Viele Kommandanten wollten lange gar keine Frauen haben, weil ihre Wirkung auf das soziale Gefüge “schwer kalkulierbar” sei – im besten Fall stärken sie die Moral der Brigade, im schlechtesten seien sie jedoch ein “Risikofaktor”. Für Roksovana durchaus nachvollziehbar: “Wenn es ein Mann ist, ist das eine Sache, aber wenn einer Frau an der Front etwas zustößt, fühlen sich alle berufen, sie zu retten und riskieren ihr Leben für sie.”

Am Rand der Hauptstadt Kiew – auch hier nichts Neues. Gerade gibt es im Wohnblock der ehemaligen Soldatinnen Belka und Julia wieder kein heißes Wasser. “Mindestens zwei Wochen noch”, werden Besucher_innen ungefragt von der Babuschka am Hauseingang informiert, die hier traditionell als Concierge, Wachdienst und Moralapostel arbeitet. Dass es kein Warmwasser gibt, wäre Julia aber ohnehin nicht aufgefallen: Seit dem Krieg duscht sie immer nur dreißig Sekunden lang – Frontangewohnheit. Körperpflege muss im Krieg schnell gehen.

Belka macht die Zigarette aus und stopft das T-Shirt mit dem blau-gelben ukrainischen Wappen in die viel zu große Armeehose, die ihr ständig runterrutscht. “Viele Männer denken, dass die Frauen nur deshalb an die Front gehen, um sexuelle Dienste zu leisten, also musste ich sie vom Gegenteil überzeugen. Wie? Mit Gewalt natürlich! Mit dem Gewehrgriff funktioniert das ganz gut! Aber die meisten sind richtige Gentlemen. Sie haben mich beschützt und für mich die Toilette gegraben. Eine eigene Toilette ist das Größte!” – “Nein, eine Dusche!”, widerspricht Julia. “Auch wenn ich ständig Angst hatte, dass beim Duschen eine Granate einschlägt. Das wäre das Schlimmste: so sinnlos und nackt zu sterben!” Beide brechen in Gelächter aus und zünden sich die dritte Zigarette innerhalb von fünf Minuten an – Frontangewohnheit. Auch Rauchen muss im Krieg schnell gehen.

Belka ist weich, herzlich, verspielt. Die 21-jährige Julia dagegen energisch, anarchisch, impulsiv. Auf den ersten Blick haben Belka und Julia nicht viel gemeinsam, abgesehen von den vielen Tattoos. “Helden sterben nicht!” steht in altslawischer Schrift auf ihren Oberarmen, “Alle sind gleich” in Hebräisch auf Belkas Hand. Belka, eine ukrainische Jüdin aus der Ost-Metropole Dnepropetrowsk, war vor dem Krieg Modedesignerin. Julia kommt aus der südrussischen Kleinstadt Pjatigorsk und war vor dem Krieg eine glühende russische Nationalistin. Noch vor ein paar Jahren ist sie bei Märschen für ein “ethnisch sauberes Russland” mitgelaufen. Und dann? “Es war der Euromaidan in Kiew. Ich habe in Russland Fernsehen geguckt und davon gehört, dass ukrainische Faschisten das Blut russischer Säuglinge trinken. Das wollte ich mir anschauen. Aber dann kam ich auf den Maidan und fand dort Freunde, auch Belka war dabei. Als die Russen dann Slawjansk eingenommen haben, war für mich endgültig klar: Mein Land ist im Unrecht, sie zetteln einen Krieg an!”

Julia hat sich bei Aidar gemeldet, einem Freiwilligenbataillon ukrainisch-nationalistischer Prägung, Belka folgte ihr einige Monate später. Von ihrer russischen Familie hat sich Julia losgesagt, sie gilt als “Vaterlandsverräterin”. Belka und Julia sind derzeit demobilisiert, obwohl sie gerne an der Front geblieben wären. Julia hat ein Kind bekommen, Miroslava (“die Friedliche”) ist jetzt ein Jahr alt und ein “Kriegsmitbringsel”. Belkas Kriegssouvenir ist “Diagnose Nummer 17”. Was es genau heißt, weiß sie nicht mehr, ihr Gedächtnis ist nach sechs Verletzungen und Gehirnprellungen beeinträchtigt. Das Schlimmste daran sei das Händezittern – schlecht fürs Schießen. Davor war Belka Scharfschützin bei Aidar. Offiziell war sie als Telefonistin gemeldet, weil in der Ukraine Frauen keine Scharfschützinnen werden können. Auch nicht Panzerkommandantinnen wie Julia. Frauen als Soldatinnen in Kampfpositionen waren bis vor einem Monat in der Ukraine verboten.

Alle weiblichen Personen wurden daher als Köchinnen, Sanitäterinnen, Bademeisterinnen oder eben Telefonistinnen eingetragen. Deswegen hat Belka auch statt des üblichen Gehalts für Scharfschützen von 12.000 Griwna plus Kampfzulage nur 7.000 bekommen, umgerechnet 250 Euro. Deswegen kann sie jetzt auch keine Rente oder Invalidengeld beziehen. Julia und Belka leben von Miroslavas Kindergeld, ein paar Griwnas Arbeitslosenhilfe sowie Spenden von Freund_innen und Volontär_innen. “Natürlich sind wir sauer: Weil die Jungs jetzt prämiert werden. Jungs, die nichts gemacht haben, bekommen Geld, Grundbesitz, Wohnungen. Und wir kriegen nichts. Außer einigen Freiwilligen kümmert sich keiner um uns”, sagt Julia.

Auch Maria Berlinska sagt: “Ich bin nicht wegen des Geldes an die Front gekommen, ich wollte keine Prämien, keine Vergünstigungen!” Deswegen war es ihr auch egal, dass sie nicht als Aufklärungsoffizierin eintragen wurde. Dass das ein Problem ist, sei ihr erst viel später aufgefallen, nachdem sie erkannt habe, dass es anderen Frauen in der Armee ähnlich geht. Zusammen mit den Soziologinnen und Gender-Forscherinnen Tamara Martsenyuk und Anna Kvit hat Berlinska die soziale, wirtschaftliche und rechtliche Lage der ukrainischen Soldatinnen untersucht. Die Interviews haben bestätigt, dass die Lage der Frauen in fast allen Bereichen mangelhaft, in einigen sogar katastrophal ist: Weder erhalten sie Uniformen in Frauengröße noch angemessene Gehälter und soziale Leistungen, ebenso kaum Anerkennung von männlichen Kollegen. Mit der großen Resonanz – es gab Demonstrationen und Protestkundgebungen – hat Maria Berlinska nicht gerechnet. Am wenigsten aber damit, dass aufgrund dieser Studie die Gesetzgebung geändert wurde: 25 Kampfberufe in der Armee wurden mittlerweile für Frauen “freigegeben”.

“Die Ukraine verändert sich gerade rasend schnell”, sagt Berlinska. Aus den Gesetzen der Stalinzeit ist das Land längst rausgewachsen, überall stehen Reformen an, doch weder der träge und korrupte Staatsapparat noch die Mentalität, die noch in alten sowjetischen Klamotten chauvinistischen Verschnitts steckt, kann so schnell umgekrempelt werden. So wie auch das herrschende Frauenbild. Der Krieg, wie abartig und schlimm er auch ist, sei in diesem Sinne auch ein Segen, meint Berlinska. “Das, was andere Länder in vielen Jahren erreicht haben, passiert bei uns in der Ukraine innerhalb weniger Monate. Dass wir mit unserer Studie innerhalb von nur einem halben Jahr tatsächlich etwas verändern konnten, wäre früher zu Friedenszeiten nicht möglich gewesen.”

Feministinnen wie Berlinska fühlen sich der langen Tradition der ukrainischen Frauenbewegung verbunden: Früher als in vielen anderen Ländern wurden hier die Gleichheitsideale aufgegriffen und ab dem Ende des 19. Jahrhunderts als Themen der Frauenbewegung artikuliert. Ukrainische Dichterinnen und Journalistinnen wie die Nationalheldin Lesja Ukrajinka brachen öffentlich mit herkömmlichen
Rollenzuschreibungen und gehörten zur feministischen Avantgarde in Europa. Dabei hatte die ukrainische Frauenbewegung durch den Unabhängigkeitsdiskurs und das aufkommende Nationalbewusstsein immer eine stark patriotische Fokussierung. Während der Stalinzeit wurde die Frauenfrage für gelöst – und die Frauenbewegung für aufgelöst – erklärt. Einerseits gab es gute staatliche Unterstützung: Krippen, Kindergärten, Kantinen, damit die Frauen gemeinsam mit den Männern den Kommunismus aufbauen konnten. Andererseits verordnete Stalin den Frauen die Mutterrolle. Nicht mehr das Kollektiv, sondern die Familie war nunmehr die “Zelle des Kommunismus”. Also hieß es: Tagsüber wird am Kommunismus gebaut, abends Kartoffeln geschält.

Als nach dem Zerfall der Sowjetunion die verordnete Emanzipation widerrufen wurde, schwang das Frauenbild wie ein Pendel von einem Extrem zum anderen: Es etablierte sich der Wunsch nach einer übertriebenen Femininität, begleitet von der Sehnsucht nach einer mittelständischen Frauenrolle. Der Stellenwert in der Gesellschaft wurde wieder durch vorteilhafte Heirat gesichert und die wiederum durch ein betont feminines Auftreten, das sich grob im Klischeebild einer osteuropäischen Frau zusammenfassen lässt: Absätze hoch, Dekolleté tief. Gleichzeitig gibt es immer noch mehr Frauen als Männer an den Hochschulen und Unis, viele Frauen, die für sich selbst sorgen und eine berufliche Karriere anstreben. “Was Feminismus angeht, haben die meisten Frauen bei uns einen Brei im Kopf”, erklärt Anna Dovgopol, Gender-Beauftragte der Heinrich-Böll-Stiftung in Kiew, diese Widersprüchlichkeiten. “Und so wirr ist auch die Lage im Land: einerseits der Krieg, mit seinem neo-nationalistischen und neo-patriarchalen Diskurs. Andererseits die friedliche Zivilgesellschaft, die sich entwickelt und sich westliche Wertestandards zu eigen macht. Und die sieht: Jetzt ist die Zeit, in der man etwas verändern kann. Weil alles gerade im Wanken ist!”

Aufgrund des Krieges sind in der Ukraine patriotische Slogans und nationalistische Symbole allgegenwärtig: “Es lebe die Ukraine, hoch die Helden!” Überall wehen ukrainische Fahnen, gleichzeitig demonstrieren Menschen tagtäglich für Demokratie. Ein verwirrender Anblick. “In den feministischen Kreisen wurde viel diskutiert, ob es richtig war, dass Feministinnen am Euromaidan teilgenommen haben, weil es da viel rechte Rhetorik gab”, erklärt Dovgopol. “Aber wenn sie nicht da gewesen wären, hätte ihre Stimme in der Revolution gefehlt. Die Frage ist: Für welche Werte steht man zusammen ein? Oder lässt man sich spalten? Das ist gerade sehr schwer zu beantworten. Aber es gibt auch eine andere Entwicklung: Menschen, die von der Front zurückgekehrt sind, gehen zur Gay Pride, weil sie wollen, dass ihr Land nach vorne kommt.” Dabei sind die Nationalist_innen traditionell die Erzfeinde der queeren Community. Mit Berufung auf überlieferte nationale Werte wie Moral und Familiensinn diskriminieren sie Lesben, Schwule und Transpersonen.

Auch Julia war dieses Jahr bei Kiewer Gay Pride. Sie ist gerade mit einer Frau zusammen, würde aber auch so zur Parade kommen. Als ihre Frontfreunde von Aidar davon erfahren haben, waren sie verdutzt: “Was habt ihr mit eurer Pride? Als ob es keine anderen Probleme im Land gäbe!” – “Da fragte ich sie: Wenn es so viele Probleme gibt, warum habt ihr dann kein anderes Anliegen als die Pride zu kritisieren? Jeder soll für seine Rechte kämpfen können!” 6.500 Polizist_innen haben die rund zweitausend Teilnehmer_innen der diesjährigen Gay Pride beschützt. “Das führte dazu, dass uns kaum jemand gesehen hat, womit das Ziel einer LGBT-Parade eigentlich verfehlt wurde. Aber zumindest gab es keine Übergriffe und keine Verletzten wie letztes Jahr, was ein sehr großer Fortschritt ist”, so Anna Dovgopol.

Die heutige Ukraine ist geprägt von einer starken Zivilgesellschaft, die seit den Protesten auf dem Maidan die eigentliche Macht, aber auch Verantwortung übernommen hat. Das sind Tausende von Volontär_innen, die die Armee mit allem – abgesehen von Waffen und Kriegstechnik – beliefern, Rehabilitation und Behandlung von Verletzten organisieren, Flüchtlinge aus dem Donbass versorgen. Das sind vom Westen finanzierte NGOs, die sich um soziale Probleme kümmern, Bildung und Aufklärung leisten. Das sind “normale” Menschen: Es vergeht keine Woche, ohne dass vor der obersten Rada, dem Parlament in Kiew, demonstriert wird. Nach zwei Maidan-Revolutionen, hunderten leeren Versprechungen und zerstörten Hoffnungen und einem Jahrhundert Fremdbestimmung vertrauen die Menschen nicht mehr der staatlichen Macht.

Auch in Sachen Gleichberechtigung bewegt die Zivilgesellschaft etwas, stößt Debatten an. Allerdings ohne die in Westeuropa bekannte Gruppe Femen, die von den ukrainischen Feministinnen nicht als politische Akteurinnen, sondern als Marketing-Gag gesehen wird. Das jüngste Beispiel ist der von der ukrainischen Journalistin Anastasia Melnichenko gestartete Twitter-Hashtag #KeineAngstZuSprechen, bei dem tausende ukrainische und später auch russische Frauen in den sozialen Netzwerken über ihre Erfahrungen mit sexuellen Übergriffen erzählen. Die Resonanz, die dieses Hashtag auslöste, trug das Thema geradewegs in die Mitte der ukrainischen Gesellschaft.

Und auch das ist eine Revolution: eine persönliche Revolution, weil die Betroffenen endlich Solidarität und Zuspruch erfahren. Eine gesellschaftliche Revolution, weil sich der Umgang mit sexualisierter Gewalt ändert. Und diese Revolutionen zeigen: Die Ukraine hat sich verändert. Man kann die unbequeme Wahrheit nicht mehr unter den Teppich kehren. Denn dort hat sich so viel aufgestaut, dass es den Boden durchbrach, zehn Stockwerke runterfiel und auf dem Weg nach unten alles mitgenommen hat: Chauvinismus, Stereotypen, Angst und Untätigkeit. Und der Keller ist noch lange nicht erreicht.

Published 22 August 2016

Original in German
First published in Missy Magazine 03/16 (German version); Eurozine (English version)

© Katja Garmasch / Missy Magazine / Eurozine

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