Martin Aust

Anna Veronika Wendlands Vorwurf, die Osteuropäische Geschichte als Disziplin habe angesichts der Russland-Ukraine-Krise und des Krieges versagt, ist unhaltbar. Historikerinnen und Historiker haben sich vielfältig zu Wort gemeldet. Ob Fachleute in der Öffentlichkeit auftauchen, hängt mehr von den Gesetzen der Medien als von der Streitkultur der Historiker ab. Weder trifft die eine These zu, dass Ukraine-Kompetenz ein Karriererisiko darstellt, noch die andere, dass die Ukraine in der Lehre nicht behandelt werde. Allerdings bedarf es mehr Anstrengung, um die Ukraine in der transregionalen Geschichte Osteuropas zu verankern.

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