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Verschobene Erinnerung

Jean Amérys "DieTortur" wiedergelesen


Die Lektüre von Jean Amérys Text Die Tortur aus dem Jahre 1965[1] war seinerzeit gewissermaßen Pflicht, und der Satz "Wer der Folter erlag, kann nicht mehr heimisch werden in der Welt" von einer einprägsamen Eindringlichkeit. In diesem nachdrücklichen Text unternimmt Améry zweiundzwanzig Jahre nach der an ihm exekutierten Folterung so etwas wie eine philosophisch-anthropologische Introspektion in die damals seinem Körper wie seiner Seele widerfahrene Pein; eine mikrologisch präzise Bestandsaufnahme in Gewebeschichten einschneidender, Knochen mutwillig beschädigender Gewaltanwendung – beginnend mit der Zertrümmerung von Weltvertrauen durch die Fundamentalerfahrung des ersten Schlages.

Der Text Amérys ist eine Philosophie der Erinnerung an den vormals zugefügten Schmerz. Damals, im Juli 1943, im Gefolge seiner Verhaftung als ein sich den Nazis entgegenstellender nunmehr belgischer Widerständler, war Améry in ein zwischen Antwerpen und Brüssel gelegenes Fort verbracht worden. Dort, in Breendonck, wurde er der Tortur unterzogen, ein Erinnerungsort im Übrigen, den W.G. Sebald, und dies in Referenz zur existenziellen Erfahrung Amérys, als topographischen Ausgang für seine Erzählung Austerlitz nimmt.

"Dort geschah es mir: die Tortur", heißt es bei Améry. Dass ihm Schmerz verursacht werden sollte, war nicht bloßer Willkür geschuldet. Der Schmerz hatte den Zweck, seinen Willen zu brechen mit dem Ziel, ihn zum Verrat anzuhalten. Der Folter, so die Geschichte des von der Gestapo in Gewahrsam genommenen Jean Améry, unterliegt eine sich der Unterdrückung entgegenstellende, politisch entschiedene Person des Widerstandes – etwas, was allerorts und jederzeit geschieht. "Vielleicht zu dieser Stunde, in dieser Sekunde", heißt es bei ihm. Der ihm zugefügte Schmerz, so fährt Améry fort, mochte für ihn singulär gewesen sein – exzeptionell war er nicht. Umso apodiktischer, gleichsam endgültiger sein Urteil: "Die Tortur ist das fürchterlichste Ereignis, das ein Mensch in sich bewahren kann."



Jahrzehnte später wiedergelesen, irritiert der Text. Die Irritation rührt in erster Linie daher, dass die von Améry entfaltete Anthropologie des zermürbenden Schmerzes aus fremder Hand, einhergehend mit dem Verlust von Weltvertrauen, es nicht bei der Tortur als solcher belässt. Vielmehr glaubt er in ihr ein untrügliches diagnostisches Merkmal des Nazismus zu erkennen. Die Tortur, so das nunmehr Verwunderung auslösende Urteil Amérys, sei keine Akzidens, sondern die ganze "Essenz" des Nazismus. In ihr habe sich "das Dritte Reich in seiner ganzen Bestandsdichte" verwirklicht. Zwar war die Folter – so Améry weiter – "keine Erfindung des deutschen Nationalsozialismus. Aber sie war seine Apotheose." Diese Aussage verwundert. Sie verwundert in der Sache ebenso wie angesichts anderer Schriften des Autors, der immerhin Häftling in Auschwitz und Bergen-Belsen, wenn auch nicht Opfer in Birkenau gewesen war. Letzteres freilich schlösse jede Zeugenschaft aus.

Der Text Amérys, so der nach mehrfacher Lektüre sich einstellende Eindruck, sucht die Vernichtung – die eigentliche Essenz des Nationalsozialismus - mittels einer eindringlichen Schilderung der aus den Händen der Nazis erfahrenen Tortur zu überschreiben. Das Schicksal des Juden Améry wird von dem des politischen Widerständlers überformt. Das Denken über eine individuell erfahrene Anthropologie des gewaltsam zugefügten Schmerzes wird einer Reflexion des vor Augen geführten grundlosen kollektiven Todes vorgezogen. Gleichwohl macht sich dessen Präsenz bemerkbar, wenn auch nur als Spurenelement, als bloßes Residuum – gleichsam zwischen den Zeilen. Etwa dann, wenn Améry auf die im Oktober 1943 vor Höheren SS- und Polizeiführern gehaltene sogenannte "Posener Rede" Himmlers anspielt, in der dieser das von ihm als wahre Größe gepriesene Gemüt seiner mit der Vernichtung betrauten Untergebenen würdigt, die angesichts Tausender und Abertausender vor ihnen aufgeschichteter Leichen doch anständig geblieben seien. Améry deutet das die Tatsache der bloßen Vernichtung bestätigende, inzwischen ikonisch gewordene Zitat Himmlers dergestalt um, als er die Mentalität des "Reichsführers der SS" und seinesgleichen auf den habituellen Sadismus des Folterers zurückführt. Hierzu ruft Améry die von Georges Bataille interpretierte Philosophie des Marquis de Sade auf. Der Sadist – so Améry – "musste foltern, vernichten, um groß zu sein im Ertragen von Leiden anderer. Folterwerkzeug muss te er handhaben können, dass Himmler ihm das geschichtliche Maturitätszeugnis ausstelle, es würden spätere Generationen ihn bewundern um seiner Austilgung der eigenen Barmherzigkeit willen." Das Wort "foltern" ist im Text hervorgehoben – kursiviert; das unmittelbar folgende Wort "vernichten" hingegen wirkt wie nachgelegt, kraftlos, leer, eine bloße Erwähnung, ohne jede wirkliche Bedeutung.

Der Umstand der Vernichtung wird der von ihm vorgezogenen Narration über die Folter unterworfen. So anhand der in Amérys Text erfolgten Zurückweisung jener notorischen, von Hannah Arendt in ihrer gerade zwei Jahre zuvor erschienenen Reportage Eichmann in Jerusalem insinuierten Vorstellung von der Banalität des Bösen – und dies bei hartnäckiger Vermeidung ihres Namens. Améry: "Darum aber war das Böse, das sie mir bereiteten, doch nicht banal. Sie waren, wenn man es durchaus will, stumpfe Bürokraten der Tortur. Und waren aber doch auch viel mehr. (...) Mit ganzer Seele waren sie bei ihrer Sache, und die hieß Macht, Herrschaft über Geist und Fleisch, Exzess der ungehemmten Selbstexpansion."

Dass Améry damals mit seiner Schrift über die Tortur diese in der Qualifizierung des Nazismus der allenthalben greifbaren Evidenz der Vernichtung vorzog, mag unterschiedliche Gründe gehabt haben. Einer dieser Gründe dürfte darin gelegen haben, dass er in den frühen 60er Jahren mit einem Teil seiner Erfahrungsgeschichte, nämlich der Folter, dem Diskurs der Zeit näher stand als mit dem der drohenden Vernichtung, vor allem in der ihm inzwischen nahegekommenen Welt Frankreichs und seiner politischen Kultur. Tatsächlich hatte der als Hans Mayer geborene mit der im Jahre 1955 unterzogenen Verwandlung seines Namens jene bereits zuvor erfolgte Konversion ins Französische ratifiziert; eine Verwandlung im Übrigen, wie sie ein anderer Österreicher von ähnlich zwiespältiger jüdischer Herkunft ebenso wie Améry mittels der Adaption der Philosophie des Existenzialismus unternommen hatte: André Gorz. Darüber berichtet Letzterer in seiner psychoanalytisch chiffrierten Autobiographie mit dem aufschlussreichen Titel Der Verräter.

Die mit der Annahme des Namens Jean Améry nach außen sichtbar gewordene Verwandlung erfolgte im ersten Jahr des Algerienkrieges – ein Krieg, in dem die Folter seitens der französischen Militärs systematisch Anwendung fand. In der Tat nimmt Améry ständig und immer wieder in seiner biographisch-philosophischen Skizze über die ihm aus den Händen der Nazis erfahrene Tortur auf Algerien und die dort praktizierte Folter Bezug: vor allem auf die 1958 unter widrigen, weil von der französischen Zensur am Erscheinen behinderten, indes nicht verhinderten Veröffentlichung der Zeugenschaft des vom französischen Militär gefolterten Henri Alleg, La Question – ein Titel, der auf die vorrevolutionäre Bezeichnung für die von Staats wegen angewandte Tortur anspielt; oder auch auf das Buch des Anwalts Alec Mellor mit dem Titel La torture. Son histoire, son abolition, sa réapparition au XXe siècle. Das Werk war erstmalig 1949 erschienen und blickte damals noch zurück, zurück in die Epoche von Krieg und antinazistischem Widerstand. 1961 wieder erschienen, traf seine Veröffentlichung nunmehr auf die Umstände einer neu eingetretenen Gegenwart. Es galt, der Folter in Algerien öffentlich Einhalt zu gebieten.

Améry verfasste seinen Essay über die Folter im Nachhall des Algerienkriegs wie vor dem Hintergrund ihrer emblematischen Bedeutung für die Résistance als dem unantastbaren Sanktuarium französischen Heroismus – der Standhaftigkeit seiner Helden unter der Hand der deutschen Folterer. Bereits in Amérys Essay wird Jean Moulin in das Pantheon ungebrochenen Heldenmutes gehoben. Umso dramatischer nahm sich während des Algerienkriegs der Umstand aus, dass vormalige Résistants, nunmehr Repräsentanten der Republik, in ihrem Namen ihrerseits zum Mittel der Tortur griffen, so der eindrückliche Tenor Sartres in seinem Vorwort zu La Question. Beim nochmaligen Lesen von Amérys Die Tortur drängt sich der Eindruck auf, als schiebe sich die von Alleg in seiner kurzen, von ihm unter dramatischen Umständen vorgenommenen Beschreibung seiner durch die Folter der Paras der 10. Fallschirmjägerdivision unter dem Kommando von General Jacques Massu in El-Biar, einem Vorort von Algier, erlittenen Pein in den nicht weniger existenziellen wie biographisch angeleiteten Text Amérys hinein. Es will scheinen, als ob die gerade zurückliegenden Ereignisse der algerischen Tragödie in ihm die Geschichte seiner ihm von den Nazis auferlegten Folter aufs Neue evozierten – freilich um den Preis der Hintanstellung von Auschwitz. In der Tat: Folter, die Gräuel der Tortur waren das drängende Narrativ der Zeit, negativer Telos aller vorausgegangenen Geschichte. So sprach es jedenfalls aus der Einleitung Sartres zu La Question: Hitler sei nur Vorläufer gewesen, hieß es dort.

Im Unterschied zum Auschwitz-Häftling Améry war Henri Allegs Extremerfahrung allein die der Folter gewesen. Für ihn gerann alle existenzielle Erfahrung in die den Willen des Widerständlers zu brechen suchende, zum Verrat anhaltende Tortur. So sprach Alleg in seiner Schrift von der Folter als Folter und eben nur als Folter. Damit sollten die im Geheimen torturierenden französischen Militärs desavouiert und die Öffentlichkeit Frankreichs auf den schmutzigen Krieg in Algerien aufmerksam gemacht werden. Doch ganz frei von jeder Referenz an deutsche Besatzung und Résistance dürfte sich die Geschichte des Kommunisten und vormaligen Chefredakteurs des Alger républicain wohl nicht erzählen lassen. Während der Folter schienen Splitter flüchtiger Bilder jener nur wenig über ein Jahrzehnt zurückliegenden Vergangenheit auf, als während des Akts der Folter "SS" und "Gestapo" aufgerufen wurden.

Henri Alleg kam 1921 in London unter dem Namen Henry Salem als Kind von aus Polen nach England ausgewanderter Juden zur Welt, die indes alsbald nach Paris übersiedelten. 1939 begab sich Henry als 18-Jähriger nach Algerien, um sich dort als Kommunist zu engagieren. Während des Kriegs unterstand Algerien wie das französische Kolonialreich der Hoheit von Vichy – ein Zugeständnis, das dem von Hitlers Gnaden abhängigen Regime im Waffenstillstand von Compiègne zugestanden worden war –, bis es nach der erfolgreichen Anlandung der Alliierten in Nordafrika, der Operation "Torch" im November 1942, sukzessive in gaullistische Hände überging. Im Unterschied zu Améry, der die Folter als politischer Widerständler in Belgien erfuhr, um kurz darauf als Jude nach Auschwitz deportiert zu werden, verbrachte Alleg die auf dem Kontinent für Juden tödliche Zeit unter der damals im kolonialen Algerien und im Vergleich zu den herrschenden europäischen Verhältnissen eher moderaten Herrschaft von Vichy. Umso mehr war für ihn bald darauf die anhaltende Diskriminierung und koloniale Unterdrückung der muslimischen Algerier zum eigentlichen Frevel geworden. Und dennoch meldeten sich unter der Folter der Paras, die Alleg nicht zu brechen vermochte, Residuen jener vorgelagerten Ereigniszeit der deutschen Besatzung auf dem Kontinent zu Wort. Solche Residuen der Vergangenheit haben seinen Willen zum Widerstand gegen die Gewalt der französischen Folterer als eine Art Wiedergänger der Nazis nur noch gesteigert. Keine wirklichen SS-Leute, wie sie noch in Indochina in den Rängen der Fremdenlegion anzutreffen waren, dort, wo auf Französisch befohlen und auf Deutsch gestorben wurde; eher einfache Franzosen, Wehrdienstpflichtige, die gleichwohl zu einer Praxis griffen, die Alleg in seinem Widerstand in eine Reihe mit den von Nazis gefolterten Résistants stellte.

Die neuere französische Geschichte ist von einer eigenartigen Konstellation durchzogen. Der in west-östlicher Richtung geeichte Blick fokussiert die Ereignisse auf dem Kontinent; die von Nord nach Süd eingenommene Perspektive rückt die Ereignisse in den Kolonien ins Sichtfeld. In der Wirklichkeit verschränken sich beide Achsen ineinander - die horizontale wie die vertikale Achse. Real ebenso wie erinnerungsgeschichtlich ist diese Konstellation durchaus folgenreich. Mit dem étrange défait im Frühsommer 1940 entzieht sich Frankreich gewissermaßen dem eigentlich mit dem Jahre 1941 anhebenden Zweiten Weltkrieg. Wie kontrazyklisch geeicht, tritt es just zu dem Zeitpunkt wieder in eine Epoche von Kriegen ein, als der eigentliche Krieg für andere gerade an sein Ende gekommen war – die Epoche der von 1944 bis 1962 anhaltenden französischen Kolonialkriege.

Für das französische politische Bewusstsein ist diese Konstellation von anhaltender Wirkung. Wenn die Erinnerung der Deportierten und damit die Vernichtung, Auschwitz, in Frankreich überhaupt zur Kenntnis genommen und nicht ohnehin vom Heldenmythos der Résistance überstrahlt worden war, so schoben sich – was die Gräuel des Zweiten Weltkriegs und vor allem das später unter dem Signum des Holocaust Bekanntheit erlangende Ereignis anging – auch die Verbrechen der Kolonialgewalt über diese. Und zur negativen Ikone der Kolonialgräuel war die Folter geworden. Eine moralische Kehre vollzog sich in dieser durchaus besonderen französischen Konstellation erst recht dann, als die Helden der Résistance in paradoxer Kontinuität sich in Folterer von algerischen Widerständlern verwandelten. Damit schien ein Kreis geschlossen, dem auf Dauer ein Denken in Unterscheidung versagt, ja gleichsam untersagt war – das Interdikt der Unterscheidung von Gewalt und Gewalt, von Tod und Tod. Der Text Amérys über die Folter ist hierfür ebenso symptomatisch, wie er für seine Zeit typisch war.

Obwohl Améry Auschwitz erfahren hatte, war er aus Gründen einer damals obwaltenden diskursiven Hegemonie gehalten, die Erfahrung der Folter, die Leibeszeugenschaft, wie er es nannte, über das andere, über die Wahrnehmung der Todesfabriken zu stellen. Dass die Folter Améry als einem im Kampf gegen die Nazis aufrecht stehenden politischen Gegner Anerkennung verhieß, mag damals, Mitte der 60er Jahre, auch dazu geführt haben, mittels der Reflexion des Geschehens in Breendonck Auschwitz zu überschreiben. Doch Nachsicht ist angebracht: Vor dem Hintergrund des in Auschwitz exekutierten kollektiven Todes nimmt die Folter sich in der Tat aus wie ein die Individualität des Gefolterten bestätigendes Ehrenmal.


 

  • [1] In: Merkur Nr. 208, 19., Jg., H. 7, Juli 1965, S. 623-638.


Published 2012-05-08


Original in German
First published in Mittelweg 36 2/2012 (German version); Eurozine (English version)

Contributed by Mittelweg 36
© Dan Diner / Mittelweg 36
© Eurozine
 

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