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19.11.2008
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Literary perspectives: Sweden

Beyond crime fiction, handbags and designer suits

Recent literary debates in Sweden have dwelled, among things, on authors' love lives and penchant for designer handbags. Yet there is more out there if one looks: Hans Koppel's hatchet job on suburban manners, for example, or Magnus Hedlund's explorations of human perception. [German version added] [ more ]

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"Esprit" watches market prophecies self-fulfil; "Blätter" calls off the bets in the financial casino; "Mute" refutes the received wisdom about inflation; "Dilema veche" notes how the financial crisis is reimposing the East-West divide; "New Humanist" turns to Durkheim to make sense of the depression; "Wespennest" doesn't give in to resignation; "Le Monde diplomatique" (Berlin) enters the belly of the piggy bank; "Vikerkaar" heeds cultures' anthropophagic appeal; "Dialogi" warns of a cultural wasteland in Maribor; and "Kritika & Kontext" returns a lost son to Bratislava.

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"Arche" Redakteur in Minsk verhaftet


Am Dienstag, 21. März, wurde in Minsk der bekannte Publizist Andrej Dynko verhaftet – und mit ihm noch viele andere Anhänger des Oppositionskandidaten Alexander Milinkiewitsch. Gestern wurde er wegen "Rowdytums" zu 10 Tagen Haft verurteilt.

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Andrej Dynko ist Herausgeber der wichtigsten oppositionellen Wochenzeitung Nascha Niwa und stellvertretender Chefredakteur der Kulturzeitschrift Arche, dem Eurozine-Partner aus Weißrussland.

Der bekannte Publizist, Essayist und Journalist wurde beim Versuch festgenommen, Nahrungsmittel zu den Demonstranten am Oktoberplatz im Zentrum der Hauptstadt Minsk zu bringen, wie der Radiosender Swoboda vermeldete. Auf dem "weißrussischen Maidan", dem Oktober Platz, dem Beispiel der ukrainischen Orangen Revolution folgend, verharren seit Tagen die Anhänger der Opposition. Dynko wurde von Männern in Zivil verfolgt und im Autobus Nr. 100 verhaftet. Die Männer sagten aus, er sei auf dem Weg zum Platz gewesen und habe sich "grober Ausdrücke" bedient.

Nach Schätzung der Opposition hat die Polizei insgesamt mehr als 100 Demonstranten festgenommen, nachdem diese den Oktoberplatz mit den darauf aufgebauten Zelten verlassen hatten.

"Vielleicht ist die Regierung Lukaschenko die historische Chance für Belarus, sich in Opposition zu diesem Regime zu konstituieren", sagte Dynko gegenüber Le Monde diplomatique. Für ihn seien die Ukraine und Weißrussland Nationen, die erst noch vollendet werden müssten; und mit der Entstehung der Nation gehe auch die Demokratisierung einher.

Sein Artikel "Between brotherly Russia and peaceful Europe" wurde in Eurozine zusammen mit anderen Texten im Vorfeld der Wahlen in Weißrussland veröffentlicht.

Wir appellieren dringend an unsere Partner, umgehend alles in Ihrer Macht Stehende für die Sicherheit und Freiheit von Andrej Dynko zu unternehmen. Jede Form von Bekanntmachung in den Medien, auf den Websites und in den Zeitschriften ist wichtig, denn die Verhaftungen häufen sich.

Update: Donnerstag, 23.3.2006, 11.15 Uhr
Die NZZ meldet, dass Schnellgerichte drei weitere weißrussische Journalisten und einen Ukrainer zu je zehn Tagen Haft verurteilt habe. Auch der Eurozine-Autor Yuri Chavusau gehört dazu.

Update: Freitag, 24.3.2006, 11.30 Uhr
Inzwischen ist auch bekannt geworden, dass der Übersetzer Aleh Zhlutka Anfang der Woche verhaftet und zu fünfzehn Tagen Haft verurteilt wurde, wie die Redakteure von Arche mitteilen. Zhlutka hat einige der Arche-Artikel für Eurozine übersetzt.

Update: Montag, 27.3.2006, 15.00 Uhr
"Heute betrifft es Dynko, morgen betrifft es dich", schreibt Valer Bulhakau, Redakteur der Zeitschrift Arche in der neuesten Ausgabe der oppositionellen Zeitung Nasha Niva (auf Englisch nachzulesen im Transitions online blog). Zuerst kamen die oppositionellen Politiker dran, dann Journalisten und Intellektuelle, jetzt Menschen, die Weißrussisch sprechen. "Die Montagestraße Verhaftung-Gericht-Gefängnis ist gestartet und der Freiheitsraum noch weiter eingeschränkt", schreibt Bulhakau. "Wir haben für Lukaschenkos Sieg 2001 mit der Schließung des humanistischen Lyzeums bezahlt, mit dem Abbau der unabhängigen Presse und der Einführung einer gemeinen Ideologie. Für Lukaschenkos Sieg 2006 werden wir mit unserer Gesundheit und unserer Zukunft bezahlen - unserer eigenen und der unserer Kinder."

Update: Samstag, 01.04.2006, 23.30 Uhr
Am Freitag, den 31. März wurde Andrej Dynko aus der zehntägigen Haft entlassen. Eurozine veröffentlicht sein Gefängnis-Tagebuch.

 



Published 2006-03-22


Original in English
© Eurozine

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