Latest Articles


18.05.2012
Bo Isenberg

Critique and crisis

Reinhart Koselleck's thesis of the genesis of modernity

The modern consciousness as crisis: Reinhart Koselleck's study of the origins of critique in the Enlightenment and its role in the revolutionary developments of the late eighteenth century is a work of historical hermeneutics whose relevance remains undiminished. [ more ]

16.05.2012
Claus Leggewie

Continuities denied

11.05.2012
Mykola Riabchuk

Raiders' state

10.05.2012
Ramón González Férriz

Talking about my generation


New Issues


Eurozine Review


09.05.2012
Eurozine Review

Sudden and slow-acting poisons

"Mittelweg 36" re-reads Jean Améry on torture; "Free Speech Debate" takes on hate speech laws and superinjunctions; "Esprit" enters the French debate on incest; "New Humanist" says rationalism won't stop witch hunters; "Merkur" makes the case for binding quotas for women; "Wespennest" calls for more women essayists; "Osteuropa" considers the future of European security; "Lettera internazionale" decolonizes the European mind; and "Sarajevo Notebook" seeks out the golden oldies of Roma pop.

18.04.2012
Eurozine Review

Not a Prospero in sight

21.03.2012
Eurozine Review

To hell in a handbasket

07.03.2012
Eurozine Review

There's no neutrality of living



http://www.eurozine.com/articles/2011-05-02-newsitem-en.html
http://mitpress.mit.edu/0262025248
http://www.eurozine.com/about/who-we-are/contact.html
http://www.n-ost.org
http://www.eurozine.com/articles/2009-12-02-newsitem-en.html

My Eurozine


If you want to be kept up to date, you can subscribe to Eurozine's rss-newsfeed or our Newsletter.

Articles
Share |


Pjöngjang liegt nicht am Tigris

Nordkorea und USA im atomaren Gleichgewicht

Die Krise auf der koreanischen Halbinsel kann nur auf dem Verhandlungswege beigelegt werden. Zwar hat Nordkorea die Spannungen durch seinen Rückzug vom Atomwaffensperrvertrag angeheizt, aber das Regime Kim Jong Il dürfte damit vor allem die Absicht verfolgen, sich gegen einen militärischen Erstschlag zu schützen. Dieser Schutz wurde Pjöngjang in einer Geheimklausel des Abkommens von 1994 mit der Clinton-Regierung zugesichert, durch die neue Militärdoktrin der Bush-Regierung aber praktisch widerrufen. Doch eine militärische Aktion der USA gegen Nordkorea würde die ganze Region in einen Krieg stürzen. Deshalb hält die Regierung Roh Moo Hyun in Südkorea an der Politik der Aussöhnung mit dem Norden fest. Und auch Japan hält nichts von einer zu harten Haltung der USA gegenüber Nordkorea.

Wie bereits die Regierung Clinton droht jetzt auch die Bush-Administration in eine große Koreakrise hineinzuschlittern, und erneut laviert Washington konfus und verwirrend herum. Dabei ist die heutige internationale Krise um Nordkoreas Atomprogramm weitaus gefährlicher als die Ereignisse vor zehn Jahren. Die Vorgänge um den veralteten Grafitreaktor von Yongbyon hatten im Jahre 1991 bereits die US-Regierung unter George Bush senior beunruhigt. Doch da der Atomwaffensperrvertrag (NPT) "nichtnuklearen Staaten" bei einer atomaren Bedrohung das Recht auf Selbstverteidigung gewährt, waren die USA zunächst genötigt, die eigenen atomaren Raketen und Geschütze aus Korea abzuziehen. Im Gegenzug fand sich Pjöngjang zur Teilnahme an hochrangig besetzten Gesprächsrunden bereit.

Diese Diplomatie wurde von der Clinton-Regierung unterbrochen. Das Hauptaugenmerk des neuen US-Präsidenten galt der US-Wirtschaft; Nordkorea interessierte ihn nicht. Um Clintons Aufmerksamkeit zu erregen, erklärte Nordkorea sechs Wochen nach dessen Amtsübernahme, man halte die Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) für Handlanger der US-Geheimdienste. Pjöngjang erklärte seinen Austritt aus dem Atomwaffensperrvertrag, mobilisierte sein ganzes Propagandaarsenal und warnte, man werde Sanktionen des UN-Sicherheitsrates als eine Kriegserklärung betrachten.

Im Mai 1994 entnahmen die Nordkoreaner dem Reaktor 8 000 Brennstäbe, die genügend Plutonium enthielten, um fünf oder sechs Atombomben herzustellen. Ende Juni war Clinton fast schon zum Krieg entschlossen. Glücklicherweise griff dann Jimmy Carter ein. Er flog nach Pjöngjang und handelte direkt mit dem damaligen Staatschef Kim Il Sung einen Vertrag aus, demzufolge der Yongbyon-Komplex stillgelegt wurde.

Seit Oktober 1994 überwachte die IAEO die Anlage wieder. Fachleute versiegelten den Reaktor, die Brennstäbe wurden in Beton gegossen. Das dauerte acht Jahre. In dieser Zeit versuchte die Clinton-Administration weiter, mit Pjöngjang ein umfassendes Abkommen auszuhandeln. Als Gegenleistung für Wirtschafts- und humanitäre Hilfe verlangten die USA, Nordkorea müsse seine Verpflichtungen einhalten und die Nuklear- und Raketenprogramme einstellen. Zwischen 1998 und 2000 war Clintons Sonderbeauftragter William Perry rastlos bemüht, die Aufnahme diplomatischer Beziehungen anzubahnen und den Nordkoreanern ihr gesamtes Raketenarsenal "abzukaufen".[1] Und dies, obwohl sie nach Erkenntnissen der Geheimdienste bereits seit 1998 Teile für Aluminiumzentrifugen und andere Komponenten zur Produktion von waffenfähigem Uran importierten.

Die aktuelle Krise brach aus, nachdem James E. Kelly vom US-Außenministerium im Oktober 2002 nach Pjöngjang gefahren war und Beweise für erneute nukleare Aktivitäten vorgelegt hatte. Nach Kellys Aussagen stritten die Nordkoreaner zunächst alles ab, um kurz darauf - mit durchaus kämpferischen Untertönen - alles zuzugeben. Wie Washington durchsickern ließ, hatte Nordkorea 1998 ein Abkommen mit Pakistan abgeschlossen, um dessen neue Technologien zur Herstellung waffenfähigen Urans mit nordkoreanischen Raketen zu bezahlen. Dieselben Quellen besagen, im Sommer 2002 seien Beweise ans Licht gekommen, dass Nordkorea waffentaugliches Uran produzierte.[2]

Die dazu nötige Urananreicherung ist zwar ein langwieriger Prozess, aber mit maximalem Aufwand könnten die Nordkoreaner unter Nutzung des pakistanischen Programms pro Jahr ein bis zwei nukleare Sprengköpfe produzieren. Fraglich ist aber, ob sie im Besitz der dazu notwendigen 1 000 Zentrifugen sind. Kaum war Kelly nach Washington zurückgekehrt, erklärte ein höherer Beamter, damit sei das Abkommen über die Stilllegung des Yongbyon-Reaktors null und nichtig.

Doch ohnehin hatten George W. Bushs Berater schon kurz nach dessen Amtsübernahme den Vertrag für irrelevant erklärt.[3] Zudem ersetzte die Bush-Administration die alte US-Strategie der Abschreckung durch eine "Erzwingungsstrategie", wie der Politologe Thomas C. Schelling sie genannt hat: Man benutzt die überwältigende US-Militärmacht real oder als Drohgröße, um den Handlungsspielraum des Gegners einzuschränken. Und nachdem Bush im Januar 2002 die "Achse des Bösen" erfunden hatte, ersetzte er im September 2002 die traditionelle Politik der Eindämmung durch eine neue Strategie präventiver Militärschläge, das heißt des Präventivkriegs.

Diese neue Politik praktizierte der US-Präsident gegenüber Nordkorea in besonders krasser Form. Er attackierte Kim Jong Il persönlich und nahm keinerlei Rücksicht auf die südkoreanische Versöhnungspolitik. Im Oktober 2001 beschimpfte Bush bei einem Treffen in Schanghai den nordkoreanischen Staatschef als Pygmäen. Gegenüber dem Journalisten Bob Woodward ließ sich Bush zu dem Ausbruch hinreißen: "Ich hasse Kim Jong!" Und er fügte hinzu, am liebsten würde er das nordkoreanische Regime stürzen.[4] Dieses reagierte prompt, verwies die Inspektoren wieder des Landes, ließ den Reaktor mit neuen Brennstäben beladen und erklärte erneut den Austritt aus dem Atomwaffensperrvertrag. Washington wiederum teilte mit, man werde nicht mehr verhandeln, denn "nukleare Erpressung" dürfe nicht unterstützt werden.

1994 verkündete Clintons Verteidigungsminister William Perry: "Wir wollen keinen Krieg, und wir werden wegen der diversen offenen Fragen keinen Krieg mit Nordkorea provozieren." Sollten die UN-Sanktionen allerdings "Nordkorea zu einem Angriff provozieren, werden wir dieses Risiko eingehen."[5] Doch als der US-Oberbefehlshaber in Korea, General Gary Luck, Clinton darüber informierte, dass ein neuer koreanischer Krieg mindestens sechs Monate dauern und bis zu 100 000 US-Soldaten das Leben kosten könnte, lenkte der Präsident ein. George W. Bush sagt heute, ein Einmarsch nach Nordkorea komme nicht in Frage. Doch die Hardliner im Pentagon haben bereits Pläne für einen chirurgischen Schlag gegen Yongbyon in der Schublade.

Die USA stecken jetzt in einem selbst verschuldeten Dilemma. Ihre Entscheidung vom September 2002, die Zerstörung der irakischen Massenvernichtungswaffen vor den UN-Sicherheitsrat und die IAEA zu bringen, bot Nordkorea die Chance, die aktuelle Krise auszulösen. Bush hatte eigentlich den Plan, sich die Regime der "Achse des Bösen" der Reihe nach vorzuknöpfen: erst den Irak, dann Nordkorea und zum Schluss den Iran. Doch Kim Jong Il hatte es aus verständlichen Gründen eilig, womit er die geplante Reihenfolge durcheinander brachte.

Nach fast zwei Jahren einer Außenpolitik, die bitteren Realismus mit messianischem Idealismus verbindet, war es unvermeidlich, dass ein von einem Präventivschlag bedrohter "Achsen"-Staat Bush zuvorkommen würde. Genau das hat Kim Jong Il getan. Mit den jüngsten Provokationen hat sich Pjöngjang in die Vorhand gebracht, während Bush ganz auf den Irak konzentriert ist. Nordkorea weiß genau, dass die USA für mehr als einen großen Krieg nicht gerüstet sind. Außerdem wäre er kaum zu rechtfertigen, nachdem Bush den fast erfolgreichen Versuch Clintons vereitelt hatte, den Nordkoreanern ihre Mittel- und Langstreckenraketen abzukaufen und die Nuklearanlagen einzufrieren.

Noch schwerwiegender ist, was Insider berichten: Gegen Ende ihrer Amtszeit hat die Clinton-Regierung das Bush-Team genauestens über die Technologieimporte aus Pakistan informiert. Und doch hat die Administration erst im Juli 2002 etwas unternommen, als nämlich Informationen über den Bau einer Anlage zur Urananreicherung in Nordkorea durchdrangen.[6] Viele Experten meinen, dass Nordkorea durch den Import der neuen Technologien die Auflagen des Abkommens eindeutig verletzt hat. Doch was immer Nordkorea damit vorhatte, eine einsatzfähige Atomwaffe braucht ein Trägersystem, und das wäre ihnen durch ein Raketenabkommen abgehandelt worden. So hat die Taktik, die im Juli 2002 gewonnenen Informationen erst im Oktober auf den Tisch zu legen, ein lösbares Problem in eine ernste Krise verwandelt. Denn damit war beiden Seiten der Rückzug abgeschnitten.

So trafen die vorhersehbaren Provokationen und Täuschungsversuche Nordkoreas auf die seit langem vorliegenden Pläne der USA, die schon in der Anfangsphase eines neuen koreanischen Krieges den Einsatz von Atomwaffen vorsehen. Zudem erlaubte nun die Präventivkriegsdoktrin, "ein Land anzugreifen, von dem wir glauben, es könnte zuerst angreifen".[7] Auf der koreanischen Halbinsel könnte diese Logik in einen Teufelskreis von Präventivschlägen gegen Präventivschläge münden und einen großen Krieg in der gesamten nordostasiatischen Region auslösen.

Es gibt einen weiteren Grund, der den Mechanismus der Abschreckung in Korea außer Funktion setzen könnte. Nach Auskunft von General James Grant, der 1989 bis 1992 für den Nachrichtendienst der US-Armee in Korea verantwortlich war, machen es die neu entwickelten Präzisionslenkwaffen für die USA möglich, die 10 000 nordkoreanischen Artilleriestellungen zu zerstören, die in den Bergen nördlich von Seoul verbunkert sind. Diese Geschütze galten bislang als unangreifbar und stellten die Sicherheitsgarantie des Nordens gegen einen Angriff des Südens dar. Sollte die Einschätzung von General Grant zutreffen, wird das nordkoreanische Militär mit Sicherheit auf überzeugendere Abschreckungsmethoden sinnen.

Das Prinzip des Atomwaffensperrvertrags lautet, dass Staaten ohne Nuklearwaffen nicht von denen bedroht werden dürfen, die Atomwaffen besitzen. Um die Stimmen der "nichtnuklearen Staaten" zu erhalten, die für eine Verabschiedung des Vertragswerks 1968 in der UN erforderlich waren, verpflichteten sich die USA, Großbritannien und die UdSSR dazu, "allen Opfern eines nuklearen Angriffs oder Ländern eines geplanten nuklearen Angriffs Hilfe und Unterstützung zu leisten". 1996 erklärte der Internationale Gerichtshof in Den Haag, dass jeglicher Einsatz von oder die Bedrohung durch Atomwaffen als das mal ultime zu verurteilen sei. Dennoch könnte der Einsatz von Atomwaffen gerechtfertigt sein: "Der Gerichtshof kann nicht eindeutig darüber entscheiden, ob der Einsatz von Atomwaffen in Extremsituationen, in denen das Überleben eines ganzen Staates auf dem Spiel stünde, als gesetzlich oder ungesetzlich eingestuft werden muss."[8] Danach jedenfalls ist es eher gerechtfertigt, dass Nordkorea Atomwaffen produziert, als dass die USA dem "nichtnuklearen Staat" Nordkorea die Vernichtung androhen.

Nordkorea glaubt derzeit, es gehe um das nackte Überleben. Das ist zwar wahrscheinlich nicht richtig, doch angesichts der unsicheren Weltlage kann man verstehen, dass sie es nicht drauf ankommen lassen wollen. Der einzige Weg, um einen Krieg zu verhindern, wäre eine schnelle Rückkehr zur noch immer realisierbaren Lösung, die Bill Clinton und Kim Jong Il schon gefunden hatten. Die Einzigen, die von der Krise profitieren, sind die Hardliner in beiden Hauptstädten, die immer noch daran glauben, dass Sicherheit letztlich nur durch die Stationierung von Massenvernichtungswaffen zu erreichen sei.


 

  • [1] Siehe Bruce Cumings, "Washingtons Spannungspolitik in Ostasien", Le Monde diplomatique, Mai 2001.
  • [2] New York Times und Wall Street Journal in den Ausgaben vom 18. bis 22. Oktober 2002.
  • [3] Entgegen den Behauptungen der Bush-Regierung verbietet das Abkommen die Urananreicherung nicht explizit, aber zweifellos verstößt das Verhalten der Nordkoreaner gegen seinen Geist.
  • [4] Bob Woodward, Bush at War, New York (Simon & Schuster) 2002.
  • [5] Zitiert nach Chicago Tribune, 4. April 1994. In einem Memorandum an die UN vom 10. April 1996 hat Nordkorea bekräftigt, dass "ein zweiter Koreakrieg ausgebrochen wäre, wenn die Vereinten Nationen [] einseitige 'Sanktionen' gegen die DVRK verhängt hätten."
  • [6] Mitteilung von Joel Wit und Robert Gallucci (Gallucci hat 1994 das Abkommen mit Pjöngjang ausgehandelt, Wit war sein Stellvertreter).
  • [7] Zitiert nach New York Times, 20. September 2002, wo dieser Satz zunächst einem "hohen Regierungsvertreter" zugeschrieben wurde. In der Ausgabe vom 28. September 2002 wurde das Zitat dann direkt Condoleezza Rice zugeordnet.
  • [8] Zitiert nach New York Times, 9. Juli 1996.


Published 2003-03-03


Original in English
Translation by Elisabeth Wellershaus
Contributed by Le Monde diplomatique (Berlin)
© Le monde diplomatique
© Eurozine
 

Focal points     click for more

The EU: Broken or just broke?

http://www.eurozine.com/comp/focalpoints/eurocrisis.html
Brought on by the global economic recession, the eurocrisis has been exacerbated by serious faults built into the monetary union. In a new Eurozine focal point, contributors discuss whether the EU is not only broke, but also broken -- and if so, whether Europe's leaders are up to the task of fixing it. [more]

European histories (2): Concord and conflict

http://www.eurozine.com/comp/focalpoints/eurohistories2.html
Broadening the question of a common European narrative beyond the East-West divide. How are contested interpretations of historical and recent events activated in the present, uniting and dividing European societies? [more]

Changing media -- Media in change

Media change is about more than just the "newspaper crisis" and the iPad: property law, privacy, free speech and the functioning of the public sphere are all affected. On a field experiencing profound and constant transformation. [more]

Support Eurozine     click for more

If you appreciate Eurozine's work and would like to support our contribution to the establishment of a European public sphere, see information about making a donation.

Editor's choice     click for more

Slavenka Drakulic
The tune of the future
Italy: old Europe, new Europe, changing Europe

http://www.eurozine.com/articles/2012-03-15-drakulic-en.html
Travelling around Italy, Slavenka Drakulic observes one kind of Europe being replaced by another. Instead of attempting to conserve the cultural past, we should accept that migration will adapt much of what we consider "European" to its own image. [more]

Klaus-Michael Bogdal
Europe invents the Gypsies
The dark side of modernity

Social segregation, cultural appropriation: the six-hundred-year history of the European Roma, as recorded in literature and art, represents the underside of the European subject's self-invention as agent of civilising progress in the world. [more]

George Prevelakis
Greece: The history behind the collapse

Greece's economic crisis has its roots in a political pact dating back to the foundation of the modern state. The threat posed to Europe by the Greek breakdown is less contagion than a wave of anti-western feeling. [more]

Debate series     click for more

Europe talks to Europe

http://www.eurozine.com/comp/europetalkstoeurope.html
Nationalism in Belgium might be different from nationalism in Ukraine, but if we want to understand the current European crisis and how to overcome it we need to take both into account. The debate series "Europe talks to Europe" is an attempt to turn European intellectual debate into a two-way street. [more]

Literature     click for more

Steve Sem-Sandberg
Even nameless horrors must be named

http://www.eurozine.com/articles/2011-09-23-semsandberg-en.html
It is high time to lift the aesthetic state of emergency that has surrounded witness literature for so long, writes Steve Sem-Sandberg. It is not important who writes, nor even what their motives are. What counts is the "literary efficiency". [more]

Literary perspectives
The re-transnationalization of literary criticism

Eurozine's series of essays aims to provide an overview of diverse literary landscapes in Europe. Covered so far: Croatia, Sweden, Austria, Estonia, Ukraine, Northern Ireland, Slovenia, the Netherlands and Hungary. [more]

Behind the headlines     click for more

Mykola Riabchuk
Tymoshenko: Wake-up call for the EU

The EU shouldn't be surprised by the Tymoshenko verdict: its support of anything nominally reformist has been perceived as acceptance of a range of repressions, argues Mykola Riabchuk. [more]

Conferences     click for more

Eurozine emerged from an informal network dating back to 1983. Since then, European cultural magazines have met annually in European cities to exchange ideas and experiences. Around 100 journals from almost every European country are now regularly involved in these meetings.
Arrivals/Departures: European harbour cities as places of migration
The 24th European Meeting of Cultural Journals
Hamburg, 14-16 September 2012

http://www.eurozine.com/comp/hamburg2012.html
Harbour cities as places of movement, of immigration and emigration, as places of inclusion and exclusion, develop distinct modes of being that not only reflect different cultural traditions and political and social self-conceptions, but also communicate how they see themselves as part of the structure that is "Europe". The 2012 Eurozine conference will explore how European societies deal variously with the cultural legacy of the "harbour city". [more]

Multimedia     click for more

http://www.eurozine.com/comp/multimedia.html
Multimedia section including videos of past Eurozine conferences in Vilnius (2009) and Sibiu (2007). [more]


powered by publick.net