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Migration: a lever for union renewal?

The trade union is at a crossroad. Immigrant workers must be included in the unions. Either one chooses to try classic methods of organization, or entirely new directions which risk a widening of the gap between the white, male worker aristocracy and the poor, exploited migrant worker. [ more ]

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Plan B or not to be

"Critique & Humanism" takes a neighbourly view on Turkey; "dérive" doesn't play ball; "Reset" picks up the pieces after Veltroni's defeat; "Multitudes" joins the carnival; "The Hungarian Quarterly" finds the country in a gloomy mood; "Mittelweg 36" asks what's in a friendship; "Revista Crítica" reads epistemologies of the South; "Springerin" sees the provincial in the universal; "Kulturos barai" watches patriarchs fall; and "Cogito" casts a tragic hero for our times.

24.06.2008
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We, the President

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Olympic indifference

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29.04.2008
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Der Drehort

Hable con ella. Das Set aus der Sicht des Regisseurs.

Pedro Almodóvars Gedanken über Fotografie, die Unterschiede zwischen Fotografien und filmischen Bildern und seinem persönlichen Interesse an Fotografie.

Ich habe mich erst spät fürs Fotografieren begeistert. Vermutlich deshalb, weil ich mir erst heute der Kraft der Zeit bewusst wurde und dass das fotografische Bild sie festhalten und verewigen kann. Wenn es darum geht, Notizen zu machen, eine Szene, einen Ort oder ein Motiv einzufangen oder ein Tagebuch zu führen, ziehe ich die Fotografie dem Filmen oder dem Schreiben vor, und das, obwohl ich mich durch meine Arbeit vor allem mit dem bewegten Bild beschäftige. Das macht mich ebensowenig zum Fotografen, wie eine Schreibkraft zum Schriftsteller wird, nur weil sie 200 Anschläge pro Minute tippt.

In den letzten Jahren habe ich Tausende von Aufnahmen gemacht. Ich fotografiere alltägliche Gegenstände und Situationen, manchmal stelle ich mich einfach vor den Spiegel und drücke ab. Beim Fotografieren denke ich nie an die Zukunft, vielmehr ist die Fotografie für mich ein Mittel, den Moment einzufangen, ohne Anflug von narzisstischen Motiven. Ich fotografiere die Winkel meiner Wohnung, die Landschaft vor meinem Fenster, die von Jahreszeiten oder Witterung gezeichnet ist; die Inneneinrichtung unzähliger Hotelzimmer, in denen ich war - ungeachtet ihrer Eleganz -, mein Abbild im Fenster, das sich in der Aussicht widerspiegelt. Manchmal fotografiere ich meine Kleidung oder die der Menschen, mit denen ich lebe, ihre Spuren, die sie auf Möbeln hinterlassen, Gegenstände, meinen Schatten auf dem Boden, die Konturen meines Kopfes auf dem Körper eines Freundes. Und wenn ich einen neuen Film drehe, halte ich selbstverständlich jeden Moment auf dem Set mit meiner Kamera fest. Es ist nicht nur eine Art, mich zu entspannen, es ist ausserdem der beste Weg, Informationen zu sammeln, die später den Kostüm- und Maskenbildnern, Friseuren, Ausstattern, Kameraleute und Produzenten als Input dienen. Wie frischgebackene Eltern ihren Sprössling, kaum ist er geboren, ständig mit der Kamera penetrieren, so versuche auch ich die Entwicklung und die unterschiedlichen Prozesse einzufangen, die ein Film durchläuft. Filme fangen vom allerersten Vorproduktionstag an zu leben. Sie wachsen vor deinem Auge mit einer Kraft, die sonst Wundern oder Katastrophen eigen ist. Da ich meinem Erinnerungsvermögen nicht besonders vertraue, brauche ich Zeugnisse: Fotos und noch mehr Fotos. Alles, was man benötigt, ist ein Finger, eine Kamera und ein passender Standpunkt, von dem aus man schaut. Auf dem Set hat der Regisseur wenig Platz, wenn überhaupt genug Raum für ihn vorhanden ist. Die von dieser Perspektive aus geschossenen Fotos sind einzigartig, weil niemand sonst sehen kann, was der Regisseur von seinem Platz aus sieht. Ich bin kein Regisseur, der den ganzen Tag auf dem Stuhl sitzt, auf dem sein Name steht. Aber wenn ich mich vor das Videogerät setze, sind es der Bildschirm und das gesamte Chassis, die zum Objekt meines Objektivs werden. Ich liebe all diese Geräte, in denen sich das eben gefilmte Bild vervielfältigt, und das ganze Drumherum: das, mit Ausnahme des Bildausschnitts, chaotische Szenenbild, die technische Ausrüstung der Kameraleute, eine wahrhaft eigenständige und abstrakte Ausstattung, die sich durch Zufall zu einem Bild mit den Schauspielern und der Szene, die sie gerade spielen, verbindet. Das zufällige Arrangement all dieser Elemente schafft aussergewöhnlich eindrückliche Bilder, die oftmals schöner, überraschender und ausdrucksstärker sind als die des fertiggestellten Films. In jeder freien Minute versuche ich, so viele dieser Eindrücke fotografisch festzuhalten wie möglich.


 



Published 2002-09-04


Original in Spanish
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